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Leistungsdruck: Besonders hoher Leistungsdruck?

Leistungsdruck : Besonders hoher Leistungsdruck?

Die 18- bis 27-Jährigen im Grünen Kreis sind laut Barmer sind sehr oft von Kopfschmerzen betroffen.

(asg) Unter Kopfschmerzen leiden junge Erwachsene im Kreis Merzig Wadern sehr oft. Das zeigt der Arztreport der Barmer, der sich auf Versichertendaten aus dem Jahr 2015 stützt. Demnach erhielten 12,2 Prozent der 18- bis 27-Jährigen im Landkreis eine Kopfschmerz-Diagnose von ihrem Arzt. Bei einer Studie ohne Alterseingrenzung, erhielten nur 9,1 Prozent der Bewohner im Landkreis Merzig-Wadern die Diagnose Kopfschmerz. „Die Zahlen könnten ein Indiz für einen besonders hohen Leistungsdruck bei Jüngeren sein“, sagt Olaf Marquardt, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Merzig. Der Landkreis Merzig-Wadern liegt beim Anteil der jungen Erwachsenen mit Kopfschmerzdiagnosen auf dem letzten Platz im Saarland. Bei der Auswertung aller Altersgruppen, belegt der Landkreis  Platz zwei.

Eine besondere Form des Kopfschmerzes ist die Migräne. Sie zeichnet sich durch pochende und pulsierende Schmerzen aus, die mit Übelkeit und Erbrechen sowie einer Überempfindlichkeit gegen Licht und Lärm einhergehen.

Laut Barmer liegt der Bevölkerungsanteil, dem ein Migränemittel verordnet wurde, im Landkreis Merzig-Wadern bei 0,9 Prozent. Das ergibt Platz drei im Vergleich aller Landkreise im Saarland. Als Migränemittel wurden fast ausschließlich Mittel aus der Substanzgruppe der Triptane verordnet, weiß die Krankenkasse von bei ihr eingereichten Rezepten.

Sie gelten als Wundermittel für Migräne-Patienten, und somit gegen Kopfschmerzen. Die Ironie dabei ist: Diese können jedoch Kopfschmerzen als Nebenwirkung hervorrufen, und schon befindet man sich in einem Kopfschmerz-Teufelskreis. Marquardt mahnt: „Kommen Kopfschmerz- und Migränemittel richtig zum Einsatz, sind sie eine wichtige Hilfe. Aber die Dosis macht das Gift.“ Wer immer wieder zu Medikamenten greife, um Kopfschmerzen loszuwerden, lande im schlimmsten Fall in einem Teufelskreislauf aus Tablettenkonsum und Dauerkopfschmerzen.

Marquardt rät vorzubeugen. Regelmäßiger Sport sei meist schon die Lösung. Die Barmer unterstütze darum die Aktion „KopfHoch!“. Sie richtet sich an Studierende und soll Kopfschmerzattacken deutlich mindern.