Astronauten warten auf Socken und Post

Astronauten warten auf Socken und Post

Kourou. Die Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS warten gespannt auf den europäischen Raumtransporter "Johannes Kepler". Das unbemannte Versorgungsschiff wird in wenigen Tagen mit vielen Tonnen Nachschub eintreffen

Kourou. Die Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS warten gespannt auf den europäischen Raumtransporter "Johannes Kepler". Das unbemannte Versorgungsschiff wird in wenigen Tagen mit vielen Tonnen Nachschub eintreffen. Neben Ausrüstung und Lebensmitteln bringt es den sechs Besatzungsmitgliedern auch Post von ihren Familien, frische Socken, Fischkonserven und Schokolade.Am späten Dienstagabend (23.08 Uhr deutscher Zeit) soll der Transporter an Bord einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana abheben. Ob der Startversuch klappt, wird die Europäische Raumfahrtagentur ESA jedoch frühestens am Nachmittag entscheiden. Monatelang hatten rund 150 Techniker und Ingenieure das in Bremen gebaute Raumschiff vom Typ ATV für den Flug ins All vorbereitet. Noch bis kurz vor dem Start waren die Experten mit letzten Tests beschäftigt. "Das System ist wahnsinnig anspruchsvoll", erläuterte Heuer, der die Produktion des ATV bei der EADS-Raumfahrttochter Astrium leitet.

Zehn Meter lang, 4,5 Meter im Durchmesser und 20 Tonnen schwer - damit kommt "Johannes Kepler" in etwa auf die Größe eines Londoner Doppeldeckerbusses. Voraussichtlich am 23. Februar wird "Johannes Kepler" automatisch an der Raumstation festmachen. Bis auf zwölf Meter fliegt der ATV an die ISS heran, die mit einer Geschwindigkeit von 28 000 Kilometern pro Stunde durchs All fliegt. Dann schiebt sich der Transporter ganz langsam näher, um einen nur 15 Zentimeter großen Andockpunkt an der Station zu treffen. Dreieinhalb Monate soll der Frachter an der ISS bleiben. Am Ende der rund 450 Millionen Euro teuren Mission werden die Astronauten "Johannes Kepler" mit Müllsäcken beladen. Auf seinem Weg zurück zur Erde wird er dann in der Atmosphäre verglühen. dpa

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