Anwalt fordert Entschädigung für Michael Jacksons Familie

Los Angeles · Gut vier Jahre nach dem Tod von Popstar Michael Jackson ist der Prozess um eine millionenschwere Entschädigung seiner Kinder und seiner Mutter in die Schlussphase gegangen. In seinem Schlussplädoyer forderte der Anwalt des Jackson-Clans, Brian Panish, in Los Angeles, die Organisatoren von Jacksons geplanter Comeback-Tour müssten den drei Kindern des Sängers jeweils 85 Millionen Dollar (63 Millionen Euro) und seiner Mutter 35 Millionen Dollar als so genannte nicht-wirtschaftliche Entschädigung zahlen.



Außerdem müssten die wirtschaftlichen Schäden der Hinterbliebenen beglichen werden. Eine konkrete Summe nannte Panish nicht. Der King of Pop war am 25. Juni 2009 inmitten der Vorbereitungen für die Tour im Alter von 50 Jahren an einer Überdosis des Narkosemittels Propofol gestorben. Jacksons Mutter Katherine wirft der Konzertagentur AEG vor, für ihren Sohn fahrlässig einen unfähigen Arzt engagiert und Hinweise auf seinen labilen Gesundheitszustand ignoriert zu haben.