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Air-France-Absturz über Atlantik dauerte dreieinhalb Minuten

Air-France-Absturz über Atlantik dauerte dreieinhalb Minuten

Paris. Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach der Air-France-Flugzeugkatastrophe über dem Atlantik mit 228 Toten haben die französischen Ermittler die letzten Minuten des Fluges AF447 rekonstruiert. Der Absturz des Airbus auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris habe dreieinhalb Minuten gedauert, teilten die Luftfahrtermittler am Freitag mit

Paris. Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach der Air-France-Flugzeugkatastrophe über dem Atlantik mit 228 Toten haben die französischen Ermittler die letzten Minuten des Fluges AF447 rekonstruiert. Der Absturz des Airbus auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris habe dreieinhalb Minuten gedauert, teilten die Luftfahrtermittler am Freitag mit. Der Pilot hatte das Cockpit demnach wenige Minuten zuvor verlassen, um sich auszuruhen.Das Flugzeug der französischen Luftfahrtgesellschaft sei auf dem Weg nach Paris in eine Schlechtwetterfront geraten, worauf die beiden Co-Piloten die übrige Besatzung noch hingewiesen hätten. "Wir müssten in eine Zone geraten, in der es ein bisschen höher als jetzt hergeht", sagte ein Co-Pilot nach Angaben der Luftfahrtermittlungsbehörde (BEA), die die beiden Flugschreiber der Unglücksmaschine seit Mitte des Monats auswertet.

Die BEA erklärte, sie wolle "erste Feststellungen" über die Umstände der Katastrophe veröffentlichen, weil bereits "bruchstückhafte und mehr oder weniger widersprüchliche Informationen" an die Medien durchgesickert seien. Die Feststellungen beträfen "auf keinen Fall die Ursachen" des Absturzes. Ein Etappenbericht soll Ende Juli vorliegen. Bis heute ist ungeklärt, weshalb der Airbus am 1. Juni 2009 abgestürzt war. Gegen Air France und Airbus wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. afp