250 Badetote in ersten sieben Monaten des Jahres 2019 - Zahl leicht gesunken

Neuste Statistik der DLRG : Zahl der Badetoten leicht gesunken

In den ersten sieben Monaten des Jahres sind in Deutschland etwas weniger Menschen beim Baden ertrunken als im Vorjahr. Mit 250 Toten (Stand vom 20. Juli) – 29 weniger als im Vorjahreszeitraum – seien die Zahlen aber weiter dramatisch.

Das sagte der Sprecher der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Achim Wiese, am Donnerstag.

Wiese kritisierte, dass viele Kinder nicht mehr richtig schwimmen lernten. Nur knapp über 40 Prozent der Kinder könnten nach der Grundschule schwimmen. In den 1990er Jahren seien das noch nahezu 90 Prozent gewesen. Sorge bereitet der Wasserrettungsorganisation auch das schleichende Bädersterben. Seit dem Jahr 2000 habe es pro Jahr im Schnitt 80 Bäder weniger gegeben, rechnet Wiese vor. Von tödlichen Unfällen seien überwiegend Männer betroffen: Nur 19 Prozent der Toten sind demnach Frauen. Männer treibe oft der Übermut, und sie überschätzten ihre Fähigkeiten, erläuterte Wiese. Daneben zählen nach seinen Worten junge Migranten zur Risikogruppe. Sie hätten einen anderen Bezug zum Wasser und schätzten es falsch ein. Fast alle 18 ertrunkenen Migranten aus den ersten sieben Monaten seien Nichtschwimmer gewesen. „Das ist eine Entwicklung, die wirklich dramatisch ist und so wahrscheinlich auch weitergehen wird“, sagt Wiese.