2014 wärmstes Jahr seit Beginn der Messung

Offenbach · Mit 10,3 Grad Celsius war die Durchschnittstemperatur in Deutschland erstmals zweistellig. Auch im Saarland war 2014 sehr warm, obwohl die Sonne seltener schien.

2014 geht in Deutschland als wärmstes Jahr seit über 130 Jahren in die Geschichte ein. Erstmals seit Beginn regelmäßiger Messungen 1881 habe die Durchschnittstemperatur über zehn Grad gelegen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach gestern in seiner vorläufigen Jahresbilanz mit. Mit 10,3 Grad seien die Durchschnittswerte der bisherigen Rekordjahre 2000 und 2007 (9,9 Grad) deutlich übertroffen worden.

Auch extreme Wetterereignisse häuften sich: Im Sommer gingen vor allem über dem Westen und der Mitte Deutschlands viele Unwetter mit Gewitterstürmen, Tornados und Regenfluten nieder. Trotzdem war das Jahr unter dem Strich etwas zu trocken. Im Schnitt fielen 729 Liter Regen pro Quadratmeter, acht Prozent weniger als üblich.

Mit dem Temperaturrekord setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Seit dem Jahr 2000 waren nach Aufzeichnungen des DWD sechs Jahre in Deutschland zu warm. Einen neuen Spitzenwert gab es trotzdem nicht. Am heißesten war es am 9. Juni bei Baden-Baden mit 37,7 Grad - das ist aber noch weit entfernt vom Deutschland-Rekord von 40,2 Grad aus den Jahren 1983 und 2003.

Im Saarland lag die Durchnittstemperatur mit 10,8 Grad sogar über dem Bundesdurchschnitt. Allerdings fiel dieses Jahr weniger Regen als erwartet. 878 Liter pro Quadratmeter bedeuten aber immer noch Platz zwei hinter Baden-Württemberg mit 898 Litern. Auch die Sonne ließ sich seltener an der Saar blicken. 1565 Stunden schien sie, sechs Stunden weniger als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

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