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100 000 Euro Schmerzensgeld für nicht erkannten Hautkrebs

100 000 Euro Schmerzensgeld für nicht erkannten Hautkrebs

Wegen einer nicht erkannten Hautkrebserkrankung ist eine Paderborner Arztpraxis vom Oberlandesgericht Hamm zu einem Schmerzensgeld von 100 000 Euro verurteilt worden. Durch Unterlassung einer sorgfältigen dermatologischen Untersuchung hätten die Mediziner einen groben Behandlungsfehler begangen, der zum Tod einer Patientin geführt habe, heißt es in dem Urteil (AZ: 26 U 63/15). Das Schmerzensgeld wurde dem Witwer der Frau zugesprochen.Die Patientin hatte die Praxis wegen einer Verfärbung eines Zehennagels aufgesucht.

Da sie sich kurz vorher den Fuß gestoßen hatte, ging der Arzt von einem Bluterguss aus. Nachdem sich die Verfärbung des Nagels auch Monate später nicht zurückgebildet hatte, suchte die Patientin einen anderen Hautarzt auf. Dieser stellte eine Hautkrebserkrankung fest. Nach dem Befall von Lunge und Lymphknoten mit Metastasen starb die Patientin an den Folgen der Erkrankung.