Knapp eine Woche nach der Tat Gerüchte zum Fall Luise kursieren im Netz - so reagiert die Polizei

Nach dem erschütternden Tod der zwölfjährigen Luise aus Freudenberg kursieren im Netz viele Gerüchte. Nun mahnen die Ermittler den Schutz der Persönlichkeitsrechte an.

Luise aus Freudenberg von zwei Mädchen getötet – Fotos der Spurensuche
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Zwölfjährige Luise aus Freudenberg wurde von zwei Mädchen getötet – Spurensuche der Polizei

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Foto: dpa/Christoph Reichwein

Knapp eine Woche nach dem gewaltsamen Tod der zwölfjährigen Luise aus Freudenberg sehen Polizei und Staatsanwaltschaft sich veranlasst, gegen Falschmeldungen in die Offensive zu gehen.

„Durch das breite Interesse der Öffentlichkeit und die damit verbundene Anteilnahme kommen immer wieder Gerüchte über die mutmaßlichen Hintergründe des Vorfalls auf“, kritisierte die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein am Freitag in einer Mitteilung.

Spekulationen zum Fall Luise kursieren in den Sozialen Netzwerken

„Offenkundig gibt es besonders in den sozialen Medien Spekulationen, die sich nicht mit dem aktuellen Stand der Ermittlungen decken.“ Die Ermittlungsbehörden baten ausdrücklich darum, sich daran nicht zu beteiligen „und die Diskussionen über die Hintergründe des Vorfalls, auch zum Schutz der Angehörigen, nicht zu befeuern“.

Polizei fand den Leichnam am Sonntag

Zwei Mädchen im Alter von 12 und 13 Jahren hatten gestanden, Luise am 11. März in einem Waldstück an der Grenze von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen erstochen zu haben. Das Opfer war seit Samstag, 11. März, vermisst worden. Am Sonntag dann fand die Polizei den Leichnam auf rheinland-pfälzischer Seite. Zunächst sollen die mutmaßlichen Täterinnen versucht haben, das grauenvolle Geschehen zu verschleiern. Doch schon bald verstrickten sie sich während ihrer Vernehmung bei der Polizei in Widersprüche. Obwohl sie sich vorher abgesprochen haben sollen, was sie aussagen.

Ermittler halten sich bedeckt mit Informationen zum Fall Luise

Mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz des Opfers und der minderjährigen mutmaßlichen Täterinnen halten sich die Ermittler mit Informationen zu der Tat sehr zurück. Auch zum Motiv macht die Polizei zum Schutz aller nur vage Angaben. So soll sich dieses in einem Bereich befinden, „der sich für einen Erwachsenen nicht unbedingt als Grund erschließt“.

Die beiden Mädchen sind nach geltender Rechtslage nicht strafmündig, sie können also für ihre Tat nicht vor Gericht gestellt und verurteilt werden.

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