Wäschewechsel

Meinung:

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Wäschewechsel

Von Pia Rolfs

Veränderungen sind nicht immer beliebt. Doch zumindest in einer Hinsicht können sich die Bundesbürger durchaus mit einem häufigen Wechsel anfreunden: bei ihrer Wäsche. Laut einer YouGov-Umfrage wechseln 82 Prozent ihre Unterwäsche nach einmaligem Tragen. Bei der Sportbekleidung allerdings sieht es schon anders aus. Nur zwei Drittel wechseln sie nach einmaliger Benutzung. Wobei jemand, der sein Leben im Trainingsanzug verbringt, diese gesamte Dauer wohl als "einmalige Benutzung" definiert. Und der einzige Wechsel erfolgt dann zum "letzten Hemd". Generell ist der Anteil derer, die in Sportbekleidung wirklich trainieren, vermutlich gering. Zumal das An- und Ausziehen hautenger Sportbekleidung schon genug Kraft und Beweglichkeit erfordert. Da sind alle Reserven bereits verbraucht. Aber die Nase lässt sich täuschen. Wenn jemand sein Funktions-T-Shirt drei Tage lang anbehält, riecht es fast so, als hätte er darin irgendwann mal Sport getrieben.

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