Unkündbare kündigen

Meinung: Unkündbare kündigen

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Unkündbare kündigen

Von Dietmar Klostermann

Die Bundesliga schreibt doch die tollsten Geschichten. Die Dramen um die "Unabsteigbaren", den VfL Bochum aus dem Revier, sind längst Kulturgut, denn der Fahrstuhlclub ist stets für eine Überraschung gut. Vergangene Woche wurde das Dramen-Repertoire bereichert: Die "Unkündbaren" bei Borussia Dortmund und dem FC Bayern München , BVB-Trainer Jürgen "Kloppo" Klopp und der langmähnige 72-jährige Halbgott mit dem Arztkoffer auf der Bayern-Bank, Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, kündigten selbst. Während bei Klopp die Tränen der traurigen schwarz-gelben Gemeinde kullerten, rannen beim Medizin-Guru, der fast 40 Jahre Bayern-Gebeine flickte, Tränen der Wut. Das kann in München noch Folge-Dramen auslösen, wenn Müller-Wohlfahrt seine gesammelten Röntgen-Bilder aus dem Bayern-Innenleben präsentiert. Da sind dann Psychologen gefordert, damit Pep Guardiola vor lauter Rot sehen nicht alle Titel verpeilt.