Berliner Notizen : Sahra und der Schwarzmaler

Obwohl bereits vom Kabinett beschlossen, steht ein Gesetz zum besseren Schutz vor der Ausbeutung von Paketboten weiter aus. SPD-Geschäftsführer Carsten Schneider machte dafür jetzt die Union verantwortlich.

Angeblich verlangt sie von den Genossen im Gegenzug mehr Kompromissbereitschaft für ein härteres Vorgehen gegen Wölfe. Darauf angesprochen meinte Schneider nur: „Bei Gesetzen und Würsten ist es immer besser, man weiß nicht, wie sie gemacht werden.“ Mahlzeit.

Bei den Grünen kümmert man sich dieser Tage liebevoll um die im Regierungsviertel beheimateten acht Bienenvölker. Vom Bundestagsbüro des Umweltexperten Oliver Krischer wurde bereits zum zweiten Mal eine Behandlung gegen Milben organisiert. Der vergangene Winter war nicht sehr kalt, weshalb viele Bienen durchgebrütet haben, was wiederum die Vermehrung der Varroamilbe begünstigte. „Jetzt werden gerade die Winterbienen geboren, die sich mit Power-Kuscheln über die kalte Jahreszeit bringen“, meinte ein Mitarbeiter Krischers voller Begeisterung. Bienen sind halt auch nur Menschen.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sorgt sich um die „Krisenkommunikation“ seiner Partei. Hintergrund ist auch Monate später noch das Video des Youtubers Rezo. Die Reaktion der Union darauf fiel völlig unbeholfen aus. Ziemiak will deshalb nun ein „Krisenhandbuch“ für christdemokratische Öffentlichkeitsarbeiter erstellen lassen. In seinem Konzept spart er nicht mit Kritik an der CDU: „Langsam, dialogunfähig, nicht zielgruppengerecht.“ Ein „Schwarzer“ sieht schwarz…

Christian Schneider, Biograf Sahra Wagenknechts, hat enthüllt, warum die Chefin der Linksfraktion bei Auftritten immer so gut ankommt. Ein Weggefährte Wagenknechts habe gesagt, sie erinnere an die Fotos der letzten Zarentochter. Die Leute starrten sie einfach an, „denn im Geheimen lieben alle Linken Zarinnen“. Gewagte These. Immerhin erklärt sie, warum die Weltrevolution immer noch auf sich warten lässt.

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