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Spahn Pläne zur Organspende sind Zwangssozialisierung

Leserbrief Spahn will Organspende zur Pflicht machen : Die Würde ist unantastbar

 Es ist durchaus sinnvoll, sich den Gegebenheiten des Lebens mit einer gewissen Logik zu nähern. Das betrifft auch so emotionale Themen wie beispielsweise den inzwischen legendären Pflegenotstand.

Schlimmer allerdings ist die just wieder ins Gerede gekommene Zwangssozialisierung menschlicher Organe. Sie ist derzeit auf der medialen Hitliste ganz oben zu finden. Um das weniger auffällig zu gestalten, redet Jens Spahn, dessen Zuständigkeit als Krankheitsminister beides ist, lieber von Organspende mit Widerspruchslösung, um sich so unverdächtiger an die menschlichen Ersatzteillager heranpirschen zu können. Im Bereich der Pflegeindustrie hat Jens Spahn noch nicht das richtige Händchen bewiesen. Nachdem dort über Jahrzehnte alles auf Ertragsoptimierung in der Altenbewirtschaftung getrimmt wurde, muss er quasi als Novize in diesem Fach, der vielen Emotionen wegen, ein klein wenig aus der kommerziellen Ecke zurückrudern, selbst wenn das nur Makulatur ist. Nur um sich profilieren zu wollen, sollte sich Spahn an den Artikel 1 im Grundgesetz erinnern, der da lautet: Die Würde des Menschen ist unantastbar! Schon lange wurde dieser Artikel von Politik, Militär und Behörden missachtet. Zum Leidwesen geplagter Bürger!