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Saarland ist beim Strukturwandel zuerst selbst gefordert

Kommentar : Das Saarland muss vorangehen

Die Strukturwandelinitiative Saar setzt vor allem auf Hilfen von Bund und EU. Besser wäre es, sich erst einmal auf das zu konzentrieren, was man aus eigenen Kräften tun kann.

Viel Wichtiges und Richtiges hat die Strukturwandel­initiative Saar aufgeschrieben und zum Programm gemacht. Dabei fällt auf, dass es in dem Positionspapier von Forderungen an Berlin und Brüssel wimmelt. Natürlich wäre es dumm, nicht auf Hilfen zu drängen. Doch droht die Gefahr, sich zu sehr auf die Rettung von außen zu verlassen. Im Vordergrund sollte daher stehen, sich auf die eigenen Möglichkeiten zu besinnen.

Gefragt ist jetzt die Kreativität der saarländischen Wirtschaftsakteure, auch mit wenig Geld gute Lösungen hinzubekommen – also etwas Positives zu bewirken, falls Hilfen von Bund und EU ausbleiben oder nur spärlich fließen. So sollte zum Beispiel der Masterplan Industrieflächen wirklich zeitnah auf dem Tisch liegen. Bei Standortkosten und Bürokratieabbau ist gewiss viel zu machen. Auch umstrittene Themen, wie flexiblere Arbeitszeiten, gehören ernsthaft diskutiert. Abgesehen davon steckt in den Bereichen Bildung und Forschung reichlich Potenzial für die Zukunft. Der legendäre Baron von Münchhausen könnte das Vorbild sein. Er soll sich ja am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen haben.