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Respekt vor Schreiners Geradlinigkeit

Respekt vor Schreiners Geradlinigkeit

SPD SaarRespekt vor Schreiners GeradlinigkeitZu "Schreiner will im Saarland Minister werden" (5./6

SPD SaarRespekt vor Schreiners GeradlinigkeitZu "Schreiner will im Saarland Minister werden" (5./6. April) Obwohl ich es begrüße, dass Ottmar Schreiner die Saar-SPD bei der Landtagswahl unterstützen will, bedauere ich andererseits, dass es zu einem direkten Aufeinandertreffen mit Oskar Lafontaine kommen wird, da beide Politiker zumindest im sozialen Bereich für die gleichen politischen Inhalte stehen. Respekt für seine Geradlinigkeit zolle ich Ottmar Schreiner allemal, da er seiner politischen Überzeugung auch bei Abstimmungen in Berlin - gegen die Mehrheitsmeinung in der Partei - treu geblieben ist. Dies trifft für Heiko Maas nicht zu, der zwar das Thema "soziale Gerechtigkeit" als SPD-Landeschef vor Ort propagiert hat, sich aber bei entscheidenden, parteiinternen Abstimmungen in Berlin enthielt. Klaus Kipp, Saarlouis KormoraneMühsame Aufklärung wurde beschädigt Zum Artikel "Streit um gefräßigen Fischräuber" (4. April) Im Saarland sind Kormorane erst seit 1969 regelmäßig als Durchzügler, seit Ende der 90er Jahre auch als Jahresvogel festgestellt worden. Der SZ-Bericht ist wenig hilfreich, um eine sachliche Diskussion führen zu können. Die mühsame Aufklärungsarbeit von Ornithologen wird um Jahre zurückgeworfen, wenn mit moralischen Bewertungen wie "schwarzer Superräuber" eine Vorverurteilung der Kormorane erfolgt, um dann sofort drastische Eingriffe in den Vogelbestand zu rechtfertigen. Es hinkt auch der Vergleich mit dem Abschuss von Rehen, Hirschen und Wildschweinen: Sie werden überwiegend hobbymäßig bejagt, um ihr Fleisch als Wildbret zu nutzen. Aber wer isst schon gerne Kormorane? Jörg Dietrich, Wallerfangen