Presseschau : Presseschau

Zum Tod zweier Bundeswehrsoldaten in Mali schreibt die „FAZ“:

Zum Tod zweier Bundeswehrsoldaten in Mali schreibt die „FAZ“:

Die knapp tausend deutschen Soldaten, die in Mali stationiert sind, erfüllen wichtige Aufgaben. Sie stellen sich dort zusammen mit Truppen aus anderen Ländern der Ausbreitung des islamistischen Terrorismus entgegen, der sich in jeder Staatsruine einzunisten versucht, die er finden kann. Das ist aus vielen Gründen nur mit großem Einsatz und nie ohne Opfer zu verhindern, wie auch der Fall Mali zeigt. Doch was wäre die Folge, wenn der Westen seine Truppen abzöge, wie es die Linkspartei jetzt wieder fordert? Mali verwandelte sich endgültig in eine von Islamisten, Menschenhändlern und Drogenbaronen regierte Hölle, die Flüchtlinge, Terror und Rauschgift ausspeit.

Der Berliner „Tagesspiegel“ schreibt zum Späh-Verbot am Arbeitsplatz:

Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft ist ein wirksames Arbeitnehmerdatenschutzgesetz überfällig. Es sollte empfindliche Sanktionen bei Zuwiderhandlung gleich mit einschließen. Denn das Machtgefälle zwischen dem Arbeitgeber, der die Daten erfasst, und dem Arbeitnehmer, um dessen Daten es geht, ist groß. Was alles nicht heißen soll, dass Arbeitgeber sich nicht wehren dürfen, wenn ihre Angestellten im Dienst stundenlang aus Privatvergnügen im Internet surfen. Aber das muss über persönliche Gespräche laufen, nicht auf die klammheimliche Hacker-Art.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ meint zum gleichen Thema:

Flache Hierarchien setzen vor allem Vertrauen voraus. Mit Misstrauen und Überwachung werden Unternehmer in Zukunft nicht weit kommen. Das Bundesarbeitsgericht hat also auch fortschrittlich geurteilt, als es die Kündigung eines Angestellten aufgehoben hat, den sein Chef mit einem speziellen Computer-Programm überwacht hatte. Es kann in Zukunft nicht darum gehen, alle Trennlinien zwischen Job und Privatleben zu tilgen. In einer entfesselten Arbeitswelt müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer neue Verbindlichkeiten finden.

Zu den deutschen Auto-Skandalen meint die slowakische „Sme“:

Der Kartellverdacht gegen fünf deutsche Autofirmen in Verbindung mit dem Dieselskandal, im vergangenen Jahr Preisabsprachen bei Lkw-Herstellern, Milliardenstrafen für die Deutsche Bank: Betrug scheint eine übliche Praxis geworden zu sein. Das ist eine absurde und schädliche Vorstellung für die westliche Zivilisation. Sie zeigt, dass die Unmoral nicht nur unsere postkommunistischen Länder betrifft, sondern auch die selbst ernannten Zentren von Demokratie und Freihandel.