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Naturfrevel darf nicht verharmlost werden

Naturfrevel darf nicht verharmlost werden

BalearenNaturfrevel darf nicht verharmlost werdenZum Artikel "Natur pur auf Mallorca" von Katharina Rolshausen (SZ vom 15. Januar) Berichte im Reiseteil unterliegen offensichtlich nicht den gleichen journalistischen Kriterien wie in den Hauptressorts. Da ist ein Sandstrand abgelichtet, auf dem sich Urlauber tummeln. Bildtext: "Die Bucht Cala Mesquida

Balearen

Naturfrevel darf nicht verharmlost werden

Zum Artikel "Natur pur auf Mallorca" von Katharina Rolshausen (SZ vom 15. Januar)

Berichte im Reiseteil unterliegen offensichtlich nicht den gleichen journalistischen Kriterien wie in den Hauptressorts. Da ist ein Sandstrand abgelichtet, auf dem sich Urlauber tummeln. Bildtext: "Die Bucht Cala Mesquida . . . liegt in einem Naturschutzgebiet." Da stehen einem Naturschützer natürlich die Haare zu Berge. Im Text ist zu lesen, dass Sonnenhungrige diesen Strand genießen. Wenn es schon dem spanischen Staat nicht gelingt, seine Naturschutzgebiete besser zu schützen und gegen Baulöwen vorzugehen, so sollten doch unsere Medien davor gefeit sein, diesen Naturfrevel zu verharmlosen. Auch Tourismus sollte sich an ökologischen Standards orientieren.

Ulrich Leyhe, Saarlouis

Finanzhilfen

Kein Cent für Schnaps und für Zigaretten

Zum Artikel "Saarland rügt Klage der Südländer gegen Finanzausgleich" (SZ vom 11. Januar)

Man kann die Kritik der Geberländer am Verhalten mancher "Nehmerländer" beim bundesdeutschen Finanzausgleich eigentlich verstehen. Sie sehen auch, wie von den Empfängern der solidarischen Zuwendungen aus anderen Kassen mit den Hilfsgeldern nicht immer sparsam umgegangen wird. Beispiele aus einigen Bundesländern: Millionengrab Nürburgring, Gondwana-Park in Schiffweiler oder Meeresfischzucht-Anlage in Völklingen, völlig überflüssiger Hafen in Halle/ Saale, Spaßbäder in neuen Bundesländern. Ich würde mich auch ärgern, wenn ich einem Obdachlosen Geld für Lebensmittel schenken, dieser sich jedoch Schnaps oder Zigaretten dafür kaufen würde.

Alfred Bannwarth, Mettlach