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Der "Kölner Stadt-Anzeiger " blickt auf die Sicherheitsbehörden : Der Fall Anis Amri ist ein Albtraum (.) für die Sicherheitsbehörden . Die Indizien, die auf seine Gefährlichkeit hindeuteten, waren zumindest im Rückblick so erdrückend, dass man sich fragt, wie die Behörden zu einer anderen Einschätzung kamen. Das ist hochgradig erklärungsbedürftig. Die Ursachen zu untersuchen, ist zwingend erforderlich. Es ist auch im Interesse der Sicherheitsbehörden . Nicht um politischer Effekthascherei willen - sondern damit sich ein Attentat wie das vom Breitscheidplatz nicht so leicht wiederholen kann.

Die "Hannoversche Allgemeine" schreibt zu diesem Thema: Der Frust bei der Polizei sitzt derzeit besonders tief. Denn seit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt läuft eine nicht ganz gerechte Debatte unter der Überschrift "Polizeiversagen". (.) Der Fehler lag darin, dass sie den Mann nicht festnahm, obwohl die bestehenden Gesetze dazu ausgereicht hätten. Doch niemand sollte deshalb abqualifizierend mit dem Finger auf "die Polizei " zeigen (.) In Wirklichkeit frustrieren Fehler irgendwo oben im Apparat den einfachen Streifenpolizisten genauso sehr wie den einfachen Bürger. Die Beamten jedenfalls, die in diesen schwierigen Tagen Dienst tun, haben Anerkennung verdient.

"Der neue Tag" in Weiden kommentiert zu Seehofer: Kein Tag vergeht derzeit, ohne dass Seehofer und seine CSU-Getreuen mit schlauen Ratschlägen (.) in der sicherheitspolitischen Meinungsführerschaft punkten wollen. Das seit einem Jahr währende Ritual aus deutlichen und subtilen CSU-Drohungen führte durchaus zu Erfolgen (.) Nun schwindet selbst in der SPD der Widerstand gegen Transitzonen und elektronische Fußfesseln. (.) Merkel wird in der Asylpolitik zunehmend zur Getriebenen.

Die "Badische Zeitung " greift die fragile Waffenruhe in Syrien auf: Die Prognose sei gewagt: Schon bald wird Assad umso grausamer Rache üben wollen an allen, die aus seiner Sicht die Macht bedrohen. Wird die Türkei dann für die Opposition Partei ergreifen? Wird vor allem Russland dem Diktator in den Arm fallen? Zweifel daran sind erlaubt. Pflicht und Schuldigkeit gerade Moskaus wäre es schon. Putin hat in Syrien taktisch clever erst die Vereinten Nationen und dann eine lavierende USA ausgebremst. Das aber bedeutet: Der russische Präsident ist fortan auch maßgeblich verantwortlich für die Lage vor Ort.

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