Maas am Ball, Kritik an Kramp-Karrenbauers Auftritt beim Narrengericht

Buntes aus der Hauptstadt : Fußballer Maas kann’s noch

Ob Angela Merkel es vermissen wird, dass einmal im Jahr eine Rede von ihr mit dem närrischen „tätä, tätä, tätä“ begleitet wird? Die Kanzlerin nimmt nicht mehr am legendären politischen Aschermittwoch der CDU Mecklenburg-Vorpommern in der Hansestadt Demmin teil.

Im dortigen Tennis- und Squash-Center trat sie ja seit Jahren auf. Einmal bekam sie dort sogar fünf Gläser Bier über den Rücken gekippt – aus Versehen. Doch Merkel ist den CDU-Vorsitz ja los. Also übernimmt Annegret Kramp-Karrenbauer. Und die ist eindeutig mehr Jeck als Merkel, wie ihr Karnevalsauftritt als Putzfrau Gretel bewiesen hat. Oder der beim Narrengericht in Stockach, den ausgerechnet der „Stadt-Anzeiger“ der närrischen Stadt Köln „dümmlich“, „unappetitlich“, „kulturkämpferisch“ und „populistisch“ nannte.

Wie man seinen Kindern die Emanzipation nahebringen kann, verriet jetzt Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Sie ist Mutter von zwei Jungs, die freilich schon lange erwachsen sind. Jedenfalls meinte „KGE“, so wird sie in Berlin auch genannt, die Sache sei doch aus ihrer Sicht ganz einfach gewesen: „Bei uns war immer klar: Wenn du kein Klo putzen kannst, kriegst du nie eine Freundin.“ So schön kann also Emanzipation sein.

Beim ersten Versuch sprang Heiko Maas der Ball noch weg, beim zweiten drosch er die Pille in den Himmel. Der Außenminister kann’s noch, wie er jetzt bei seinem Besuch in Burkina Faso zeigte. Gleichwohl gab es Gespött: Ein Begleiter twitterte, der erste Versuch des Saarländers habe eher nach 1. FC Saarbrücken ausgesehen – also nach trister Regionalliga. Worauf Maas kommentierte, der FCS sei in der letzten Saison Meister der Regionalliga Südwest geworden. „Dafür muss man sich nicht schämen.“

Otto Fricke meinte es gut. Der FDP-Haushaltsexperte setzte sich jetzt in einem Supermarkt an die Kasse. Von 11 bis 11.30 Uhr. Die Zeitungsmeldung dazu veröffentlichte er bei Twitter. Wissend um den zu erwartenden Spott schrieb Fricke darüber: „Ja, ja, ich weiß: Schafft es gerade mal ’ne halbe Stunde zu arbeiten.“ SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider stichelte trotzdem: „Länger trauen sie dir die Kasse wohl nicht zu...“ Jedenfalls ging der Verkaufserlös an ein Kinderhospiz in Krefeld. Hagen Strauß