Lieber Schokolade

Die Fastenzeit beginnt - und vielleicht sollte sie auch mal ein kurzes Umfrage-Fasten bedeuten. Aber das geht leider nicht. Denn immer noch erschüttert anonyme Leckermäulchen eine Studie, nach der die Jüngeren eher vom Internet abhängig sind als von Schokolade. Das erklärt zwar, warum ein Dialog zwischen den Generationen manchmal so schwierig ist: Die einen blicken nur auf ihr Smartphone, die anderen sind in Gedanken ständig beim Süßigkeiten-Automaten. Andererseits zeigt es dem Mittvierziger auch brutal: Er ist mit seinen Süchten nicht mehr am Puls der Zeit. Noch schlimmer, wenn er künftig seinen Hang zu Süßem beichtet oder in der Fastenzeit Schokoriegeln laut nachweint, zeigt er damit auch: Ich bin zu alt, um so internetabhängig zu sein, wie es sich gehört. Und wie bekämpft er diesen Frust? Natürlich mit dem einzig geeigneten Mittel seiner Wahl. Er sollte nur höllisch aufpassen, dass er darüber keinen Artikel schreibt und sein Suchtmittel in der Überschrift verrät.