Die "Leipziger Volkszeitung" findet klare Worte für den Personalvorschlag der Linken für das Bundespräsidentenamt: Fünf Tage hat die Linke gebraucht, um sich vom rot-grünen Überraschungsangriff zu erholen. Ihre kakophonischen Reaktionen zwischen dezente

Die "Leipziger Volkszeitung" findet klare Worte für den Personalvorschlag der Linken für das Bundespräsidentenamt: Fünf Tage hat die Linke gebraucht, um sich vom rot-grünen Überraschungsangriff zu erholen. Ihre kakophonischen Reaktionen zwischen dezente

Die "Leipziger Volkszeitung" findet klare Worte für den Personalvorschlag der Linken für das Bundespräsidentenamt: Fünf Tage hat die Linke gebraucht, um sich vom rot-grünen Überraschungsangriff zu erholen

Die "Leipziger Volkszeitung" findet klare Worte für den Personalvorschlag der Linken für das Bundespräsidentenamt: Fünf Tage hat die Linke gebraucht, um sich vom rot-grünen Überraschungsangriff zu erholen. Ihre kakophonischen Reaktionen zwischen dezenter Zustimmung für Gauck, vor allem von DDR-unbelasteten Vertretern wie dem Thüringer Linken-Fraktionschef Bodo Ramelow, und strikter Ablehnung zeigen, dass der Gauck-Coup nicht nur Schwarz-Gelb auf dem falschen Fuß erwischt hat. (. . .) Mit Blick auf die wutschnaubenden Attacken gegen Gauck, der als "Mann von gestern" als nicht wählbar hingestellt wird, wirkt es allerdings fast schon hilflos, wenn die Linken-Spitze mit der 74-jährigen Jochimsen eine Frau von vorgestern ins Rennen schickt. Der Bremer "Weser-Kurier" deutet die Entscheidung anders: Nun können sich Merkel, Wulff, Westerwelle und Seehofer bei der Linken-Doppelspitze Lötzsch und Ernst ganz herzlich bedanken: Die von den beiden durchgedrückte Kandidatur Jochimsens macht einen Durchmarsch Wulffs wahrscheinlicher als je zuvor. Sie ist ein Signal an die schwarz-gelben Delegierten, nun ja die Reihen zu schließen. . . Da die beiden linken Strategen damit auch noch den genialen Schachzug von SPD und Grünen ausgehebelt haben, ist zudem die Atmosphäre für irgendwelche rot-rot-grünen Koalitionsträumereien auf längere Sicht nachhaltig vergiftet. . . Die in Frankfurt/Oder erscheinende "Märkische Oderzeitung" rechnet mit Überraschungen: Es wird spannend sein, wie sich die Meinungsbildung bei der Linken entwickelt. Es gibt ja Stimmen, die auf ihre Freiheit nach dem ersten Wahlgang pochen. Wulff ist Favorit. Er ist es aber nicht so sehr, als dass keine Überraschungen möglich wären. Sollte die Linke sie verschenken? Und die "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" aus Essen meint: Christian Wulff gilt als klarer Favorit. Er hat sich mit kühlem Machtkalkül in die Kandidatur intrigiert. . . Im Zweikampf zwischen ihm und Joachim Gauck hat man die Wahl zwischen einem ein biederen Staatsbeamten und einem charismatischen Staatsmann. Dürfte die Bevölkerung entscheiden, wäre Gauck der Sieger. Doch dazu wird es nicht kommen, wenn CDU und FDP nicht in letzter Sekunde ein Gespür für das Land bekommen, dass sie derzeit noch regieren sollen.

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