Kasse und Kanzlerin

Angela Merkel geht noch selbst einkaufen. Davon gibt es schöne Fotos - die Kanzlerin an der Kasse, wie sie die Einkaufstüten vollstopft. Bei einer Veranstaltung am Donnerstag verriet sie: "Ich gehe gerne einkaufen. Aber nur dort, wo ich mich auskenne." Irre sie umher, werde sie immer gleich angesprochen. Dann wolle man ihr helfen. Nett - aber "dafür habe ich keine Zeit", so Merkel. Außerdem habe sie ein "festes Prinzip im Supermarkt": Keine Selfies mit Kunden. "Das lenkt so ab, da packe ich schon das falsche Paket ein."

Angela Merkel geht noch selbst einkaufen. Davon gibt es schöne Fotos - die Kanzlerin an der Kasse, wie sie die Einkaufstüten vollstopft. Bei einer Veranstaltung am Donnerstag verriet sie: "Ich gehe gerne einkaufen. Aber nur dort, wo ich mich auskenne." Irre sie umher, werde sie immer gleich angesprochen. Dann wolle man ihr helfen. Nett - aber "dafür habe ich keine Zeit", so Merkel. Außerdem habe sie ein "festes Prinzip im Supermarkt": Keine Selfies mit Kunden. "Das lenkt so ab, da packe ich schon das falsche Paket ein."

Sigmar Gabriel braucht neue Hemden. So wirkt es zumindest, wenn man ihn sieht. Der Außenminister hat ganz schön abgespeckt, seine Hemdkragen wirken irgendwie zu groß. Dazu passt, dass der SPD-Mann ja auch ein Buch geschrieben hat. Es wurde jetzt in Berlin vorgestellt. "Neuvermessungen" lautet der Titel. Aber darin geht es leider nicht um Leibesfülle oder Diäten, wie man meinen könnte. Sondern um internationale Politik. Vielleicht ist das Abnehmen ja seinem nächsten Buch vorbehalten.

Erinnert sei an Joschka Fischer, den grünen Ex-Außenminister. Er verfasste seinerzeit ein Buch darüber, wie er 40 Kilo abspeckte. "Mein langer Lauf zu mir selbst" hieß das Werk, das ihn zu Deutschlands bekanntestem Marathon-Mann machte. Zu sehen ist davon nicht mehr viel. Fischer ist inzwischen auch schon 69! Ab und an hält er noch kluge Vorträge, zuletzt half er seiner Partei sogar im Wahlkampf. Ob er freilich auch zur Bundestagswahl dem schwächelnden grünen Führungsduo zur Seite springen wird oder soll, weiß man nicht.

Nochmal zu Gabriel. Ein Aufreger im sonst so aufgeregten Berlin war es dann doch nicht, dass der SPD-Mann zur Vorstellung seines Buches einige Journalisten mit einem Brief einlud, auf dem der Briefkopf des Außenministers samt Bundesadler gedruckt war. Eine Boulevardzeitung hatte versucht, das möglichst hoch zu hängen. Doch für die Geschichte interessierte sich keiner wirklich. Nicht alles ist ein Skandal, was als solcher bezeichnet wird.