Innenleben

Frauen haben ein reiches Innenleben. Nicht bei jeder bezieht sich das auf die Seele.

Sondern auf etwas viel Wichtigeres: auf ihre Wohnung. Nach einer Forsa-Umfrage haben die eigenen vier Wände für 72 Prozent der Frauen die größte Bedeutung. Die Einrichtung folgt mit 42, die Kleidung mit 39 Prozent, nach Männern oder Familie wurde gar nicht erst gefragt.

Das ist schlüssig. Denn Mann und Kinder gehören für eine Frau indirekt zur Einrichtung dazu. Im Idealfall integrieren sie sich ja auch problemlos in ihre Zimmer. So verschwimmen oft die Grenzen von Ehemann und Fernsehsessel, bis beide ein harmonisches Ensemble ergeben. Abgestaubt wird allerdings, das weiß die sensible Frau, nur der Sessel. Nachteilig ist dagegen festzuhalten, dass sich Mann und Kinder nicht klaglos umdekorieren lassen. Zudem gehen sie immer wieder in Zimmer, in die sie farblich gar nicht hineinpassen. Dennoch verzichten die meisten Frauen schon aus ästhetischen Gründen darauf, ihre Angehörigen auszumisten - ohne sie sieht die Wohnung einfach zu leer aus.