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Herz für Kinder oder reiner Wahlkampf?

Herz für Kinder oder reiner Wahlkampf?

BildungHerz für Kinder oder reiner Wahlkampf?Zum Artikel "Vorstoß für kostenlose Schulbücher" (SZ vom 26. August) und zu anderen Texten Über vier Jahre fordert eine engagierte Landeselternvertretung Entlastung für Familien. Auch eine Lernmittelbefreiung und die Übernahme der Schülertransportkosten waren dabei ein Thema

BildungHerz für Kinder oder reiner Wahlkampf?Zum Artikel "Vorstoß für kostenlose Schulbücher" (SZ vom 26. August) und zu anderen Texten Über vier Jahre fordert eine engagierte Landeselternvertretung Entlastung für Familien. Auch eine Lernmittelbefreiung und die Übernahme der Schülertransportkosten waren dabei ein Thema. Stets kam aus der Politik der Hinweis auf die desolate Haushaltslage. Auch eine echte Mitsprache der Eltern war nicht gewollt. Plötzlich redet die Landesregierung von einer "Würdigung des Ehrenamtes", im Landtag wird über Lernmittelbefreiung diskutiert und auch beim umstrittenen Schulordnungsgesetz (Mindestgrößen von Schulen) soll die Uhr wieder zurückgedreht werden. Warum dieser Sinneswandel? Hat die Politik ihr Herz für Kinder entdeckt oder ist das nur der Wahlkampf? Jörg Dammann, Ottweiler EhrenamtSchattenseiten trüben Weg zum EngagementZum Artikel "Dank für ehrenamtliche Prüfungsarbeit" (30./31. August) und zu Leserbriefen Sporadisch tauchen Dank-Aktionen der Landespolitik für ehrenamtliche Betätigung auf. Die Würdigung ist sicher gut und wichtig für die Menschen. Und fürs eigene Image. Doch Eigennutz, Missgunst und Folgeerscheinungen dämpfen die ideelle Bereitschaft. Oft bläst der Wind negativer Kritik den Ehrenamtlichen ins Gesicht, ganz zu schweigen von fehlender Achtung in der Gesellschaft. Geradezu tragisch für die Zukunft ist die Einstellung in Jugendkreisen, sich seltener für gemeinsame Ziele zu betätigen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Parteien und andere Organisationen etwa finden kaum noch genügend qualifizierte Kandidaten für die Arbeit in Gemeinden. Jürgen Houy, Heusweiler