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Gerechtigkeit sieht doch anders aus

Gerechtigkeit sieht doch anders aus

Späh-Affäre Gerechtigkeit sieht doch anders aus Zum Artikel „Berlin lehnt Asyl für Snowden weiter ab” (7. November) Das Verhalten zu Edward Snowden ist nicht nachvollziehbar.

Er hat den Stein erst ins Rollen gebracht. Deshalb sollte man seine Informationen mit einer Gegenleistung honorieren. Er aber wird von Berlin gemieden wie ein Aussätziger. Als bekannt wurde, dass Millionen Bundesbürger ausspioniert werden, hat unsere Bundesregierung zunächst geschwiegen. Man hätte das Thema am liebsten ausgesessen. Aber als die Kanzlerin vom Abhörskandal persönlich betroffen war, ist das Geschrei groß. Nach Maßstäben der Gerechtigkeit gehören der von Steuergeldern bezahlte Limburger Protz-Bischof als Missionar zu den armen Menschen der Dritten Welt und Snowden nach Deutschland ins Asyl.

Jörg Dammann, Steinbach