Mit der reduzierten Beschaffung von Schweinegrippe-Impfstoff beschäftigt sich der Kommentar der Würzburger "Main-Post": Es bleibt das ärgerliche, ungute Gefühl, auf eine gezielte Panikmache der Pharmaindustrie hereingefallen zu sein. Bei der Schweinegripp

Mit der reduzierten Beschaffung von Schweinegrippe-Impfstoff beschäftigt sich der Kommentar der Würzburger "Main-Post": Es bleibt das ärgerliche, ungute Gefühl, auf eine gezielte Panikmache der Pharmaindustrie hereingefallen zu sein. Bei der Schweinegripp

Mit der reduzierten Beschaffung von Schweinegrippe-Impfstoff beschäftigt sich der Kommentar der Würzburger "Main-Post": Es bleibt das ärgerliche, ungute Gefühl, auf eine gezielte Panikmache der Pharmaindustrie hereingefallen zu sein. Bei der Schweinegrippe geht's um viel, viel Geld. Steuerzahlergeld

Mit der reduzierten Beschaffung von Schweinegrippe-Impfstoff beschäftigt sich der Kommentar der Würzburger "Main-Post": Es bleibt das ärgerliche, ungute Gefühl, auf eine gezielte Panikmache der Pharmaindustrie hereingefallen zu sein. Bei der Schweinegrippe geht's um viel, viel Geld. Steuerzahlergeld. Die Pharmaindustrie hat die Regierungen begleitet von einer Medien-Pandemie dazu gebracht, für viele Milliarden überflüssige Impfdosen zu beschaffen. Mit Lieferverträgen, die man Knebelkontrakte nennen kann. Ein siechendes Volk, eine zusammenbrechende Infrastruktur vor Augen, vergaß man beim Impfstoff-Bestellen schlicht eine Vorbehaltsklausel für den Fall, dass alles ganz anders kommt. Die "Thüringer Allgemeine" aus Erfurt gratuliert den Grünen zum 30-jährigen Bestehen: Auf Umweltthemen haben die Grünen vielleicht Urheberrechte, ein Alleinstellungsmerkmal sind sie nicht mehr. Die Grünen haben den Weg in die Mitte gefunden und in die bürgerlichen städtischen Wohnviertel wie auf Bauernhöfe. Ein bisschen sozial, ökologisch und doch liberal - grün ist eben auch die Mischung aus Blau und Gelb. Im Parteienspektrum sind sie die einzigen, die mit jedem könnten, sie haben die Politik bunter und optionsreicher gemacht. Herzlichen Glückwunsch. Zum selben Thema schreibt die "Frankfurter Neue Presse": Brauchen wir die Grünen noch? (. . .) Die Antwort lautet: Ja. Denn es besteht die Gefahr, dass ohne den grünen Stachel die anderen Parteien wieder zu bequem werden. Aber die Grünen brauchen auch etwas: personelle Erneuerung. Als Partei werden sie heute zwar erst 30, aber ihre prägenden Köpfe auf Bundesebene gehen auf die 60 zu. Sie haben den Nachwuchs in Schach gehalten, der es sich aber auch in seinen Nischen bequem eingerichtet hat. Auch die "Nürnberger Nachrichten" sehen Handlungsbedarf: Ihnen vor allem ist es zu verdanken, dass der deutsche Lebensstil grüner geworden ist, dass Öko nicht nur chic, sondern auch bei Discountern selbstverständlich wurde, dass die Bundesrepublik den Atom-Ausstieg wagt und die politische Konkurrenz wetteifert, wessen Programm ökologischer ist. Genau das ist aber das Problem, das den Übergang in eine neue Grünen-Generation prägt. Ihr Markenzeichen hat viele Nachahmer gefunden, die das Original nun blasser aussehen lassen.

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