Fifty Shades of Blödsinn

Meinung: Fifty Shades of Blödsinn

Meinung:

Fifty Shades of Blödsinn

Von Pia Rolfs

Viele haben bisher ihr Leben verbracht, ohne sich gegenseitig mit Kabelbindern zu fesseln. Trotzdem lässt sich der Wirbel um den Film "Fifty Shades of Grey" mitmachen. Wer etwa nur grob weiß, dass es darin um eine Sadomaso-Beziehung geht, kann laut fragen: Ist Fesseln die neue Bindungsfähigkeit? Enthalten Kabelbinder gefährliche Weichmacher? Offen ist leider, was der Papst zu "Fifty Shades of Grey" sagt. Findet er den Film gut, weil die Protagonisten sich nicht vermehren wie die Kaninchen ? Lobenswert, weil in Würde geschlagen wird? Oder doch nicht so gelungen, weil dabei bewusst auf Kinder verzichtet wird? So lange das ungeklärt ist, hilft Trendsettern nur das Einstreuen des Filmtitels in fast jede Alltagsdiskussion. Das Wetter ist dann "fünfzig Schattierungen von grau", abends geht es noch mal "schnell in den SM" - auch wenn sich dahinter nur der Supermarkt verbirgt. Und das alles ist nicht nur Blödsinn. Sondern Fifty Shades of Blödsinn.