Fallstricke und Flatrate

Meinung: Fallstricke und Flatrate

Meinung:

Fallstricke und Flatrate

Von Pia Rolfs

Früher war nicht alles besser, aber doch einfacher. Denn der Kunde brauchte bei seiner eigenen Abzocke nicht mitzumachen, indem er zwischen verschiedenen Tarifen wählen musste. Heute jedoch hat er anscheinend die Wahl, kann sie aber nicht sinnvoll treffen. Weil er eben vorher nicht weiß, ob er lieber 300 Minuten überflüssige Telefongespräche mit seinem Smartphone führen oder in dieser Zeit nach Nutzlosem im Internet suchen will. Weil er nicht sicher ist, ob er eine Flatrate braucht. Und weil er nicht weiß, ob ein Wechsel zum anderen Mobilfunk-Anbieter Wochen der Nichterreichbarkeit nach sich zieht. Deswegen fühlt der Kunde nur intuitiv, dass er abgezockt wird, weiß aber nicht genau, womit. Sicher ist nur, dass er am Ende sich selbst einen Vorwurf machen wird, weil er einen Fallstrick nicht beachtet hat. Aber wie viele Gedanken er sich darüber macht, ist für das unbefriedigende Ergebnis meistens egal. Denn es gibt offenbar in diesem Bereich eine Gedanken-Flatrate.

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