Berliner Notizen: Eine Tasse Kaffee gefällig?

Berliner Notizen : Eine Tasse Kaffee gefällig?

Bundeskabinett, Klimakabinett, jetzt auch noch das Apfelkabinett – in der Regierung ist was los!

Am Mittwoch war es wieder so weit: Vor der wöchentlichen Sitzung von Angela Merkels Ministerriege gab es für jeden Ressortchef von fünf deutschen Apfel- und Blütenköniginnen einen Korb mit Äpfeln. Seit 1976 ist das Tradition. Und wie heißt es doch so schön: „An apple a day keeps the doctor away.“ Ein Apfel am Tag hält einem den Arzt vom Leib. Gilt auch für Minister.

Heiko Maas ließ jetzt ein Bild von sich veröffentlichen, auf dem er Kaffee trinkt! Na, so was. „Eine Tasse Kaffee kann vieles sein“, schrieb das Außenministerium fast philosophisch dazu. Zum Beispiel eine „Insel der Ruhe“. Der Spott ließ im Netz selbstverständlich nicht lange auf sich warten. Inzwischen verriet ein Mitarbeiter die Absicht: „Wir fanden das Foto schön…“. Man freue sich, wenn es die Leute interessiere, wenn nicht, „sind wir damit auch zufrieden“. So sind halt Diplomaten.

Eine Tasse Kaffee kann man auch mit Martin Schulz trinken. Da kennt die SPD ja nichts. Wer einmal die K-Frage für sich entschieden hat, ist nämlich aus dem parteieigenen Shop nicht mehr wegzukriegen. Schulz, der 2017 so fulminant als Kanzlerkandidat gestartet war und dann bei der Bundestagswahl kläglich scheiterte, ist immer noch käuflich zu erwerben. Und zwar als Kaffeebecher „Martin Schulz“. Ein Vermögen kostet die Tasse freilich nicht. Für schlappe 6,90 Euro gibt es den Schulz.

Annegret Kramp-Karrenbauer, die nach eigenem Bekunden manchmal öfter mit Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht als mit ihrem Mann, ist in der CDU noch nicht angekommen. Das wiederum kann man im Fan-Shop der Partei sehen. Es gibt nichts zu oder von AKK im Angebot. Dafür aber immer noch Werbemittel mit der Kanzlerin – zum Beispiel Kleinigkeiten mit Merkels Raute darauf. Schafft es Kramp-Karrenbauer in den Fan-Shop, schafft sie auch die Kanzlerkandidatur. Wetten?