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Ein Verzicht ist immer gleich vom Tisch

Ein Verzicht ist immer gleich vom Tisch

Ihr Schreiben Ein Verzicht ist immer gleich vom Tisch Zum Artikel „Wie viele Zoos braucht das Land?“ (12./13.

April)

Es ist vollkommen richtig: Die einzelnen Kommunen sollten sich auf ihre Stärken besinnen, das Prinzip Gießkanne hat ausgedient. Die Oberbürgermeister Britz, Fried und alle anderen Verwaltungschefs bestätigen dies in ihren Sonntagsreden, aber wenn es dann ans Eingemachte geht, wenn einer der Damen und Herren in der eigenen Kommune auf etwas verzichten soll, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Dann wird geblockt. Aus diesem Grund wird sich nichts ändern, es läuft wie immer: Es gibt eine sehr gute Idee, alle finden sie gut, jeder weiß, dass Steuergeld verschleudert wird. Das Thema ist zwei Wochen in den Medien, wird heiß diskutiert. Und dann heißt es: weiter wie gehabt. Denn man muss ja Rücksicht nehmen, erst auf die Kommunalwahlen, dann auf die folgenden Wahlen, Wahlen, Wahlen. Es geht nicht mehr um das Wohl (der Bürger), sondern immer um Wahlen.

Dieter Baum, Wiebelskirchen