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Ein Eigentor, wiees im Buch steht

Ein Eigentor, wiees im Buch steht

Sport-TV-GebührEin Eigentor, wiees im Buch steht Zum Artikel "Hoeneß will von jedem Haushalt zwei Euro Fußball-Gebühr" (16. März) Ulli Hoeneß war in seiner aktiven Zeit wohl ein guter Fußballspieler und ist wohl auch ein guter, erfolgreicher Vereinsmanager für die Bayern aus München

Sport-TV-GebührEin Eigentor, wiees im Buch steht Zum Artikel "Hoeneß will von jedem Haushalt zwei Euro Fußball-Gebühr" (16. März) Ulli Hoeneß war in seiner aktiven Zeit wohl ein guter Fußballspieler und ist wohl auch ein guter, erfolgreicher Vereinsmanager für die Bayern aus München. Mit seinen Forderung nach einer flächendeckenden "Fußball-Fernseh-Gebühr" scheint er aber von allen guten Geistern verlassen zu sein. Wenn die Finanz- und Wirtschaftskrise überhaupt zu etwas gut ist, dann zum Zurückschrauben des maßlosen finanziellen Wildwuchses im Berufsfußball (und auch in anderen Sportarten). Oder ist der Berufsfußball auch so "systemisch", dass es ihm in der Krise sogar besser gehen soll als den Banken. Diese Forderung des Bayern-Managers ist ein klassisches Eigentor des Fußballs. Dr. Harald Schneider, Scheidt SchuleSchnellschüsse eignen sich nun einmal nichtZum Artikel "Spott für Ingenieurs-Idee von Ministerin Schavan" (SZ vom 25. Februar) Die Forderung von Frau Schavan ist empörend. Hier argumentiert wieder ein Mitglied der politischen Klasse nach dem Muster: Was die Politik an Schaden anrichtet, soll getrost Privaten zur Abhilfe überlassen werden. Wie so viele Bildungspolitiker vergisst sie, dass Korrekturen am Bildungssystem zehn bis zwölf Jahre Zeit benötigen, bis sie sich in Ergebnissen, also Schulabgängern und Studienabsolventen, niederschlagen. Deshalb ist Bildungspolitik nichts für kurzatmige, an Wahlterminen orientierte Politik. Im Grunde müsste Frau Schavan nachforschen lasse, ob der Lehrermangel von heute nicht die Folge von Fehlentscheidungen vor Jahren ist. Prof. Manfred E. Streit, Saarbrücken