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Das erste Geständnis im Prozess gegen die so genannte Sauerland-Zelle bewertet die "Neue Osnabrücker Zeitung": Das Geständnis von Fritz Gelowicz im Sauerland-Prozess muss tief beunruhigen: Da saß ein unscheinbarer blonder Mann mit Scheitel und Brille auf

Das erste Geständnis im Prozess gegen die so genannte Sauerland-Zelle bewertet die "Neue Osnabrücker Zeitung": Das Geständnis von Fritz Gelowicz im Sauerland-Prozess muss tief beunruhigen: Da saß ein unscheinbarer blonder Mann mit Scheitel und Brille auf

Das erste Geständnis im Prozess gegen die so genannte Sauerland-Zelle bewertet die "Neue Osnabrücker Zeitung": Das Geständnis von Fritz Gelowicz im Sauerland-Prozess muss tief beunruhigen: Da saß ein unscheinbarer blonder Mann mit Scheitel und Brille auf der Anklagebank, der kühl bis ans Herz seine Pläne zum zigfachen Mord im Namen Allahs darlegte

Das erste Geständnis im Prozess gegen die so genannte Sauerland-Zelle bewertet die "Neue Osnabrücker Zeitung": Das Geständnis von Fritz Gelowicz im Sauerland-Prozess muss tief beunruhigen: Da saß ein unscheinbarer blonder Mann mit Scheitel und Brille auf der Anklagebank, der kühl bis ans Herz seine Pläne zum zigfachen Mord im Namen Allahs darlegte. Ein Unternehmersohn aus Ulm, der sich aus der deutschen Gesellschaft verabschiedet hat, um im Dienste des Islam blindwütig gegen sie loszuschlagen. Seine Aussage macht erschreckend deutlich, dass der islamistische Terrorismus längst mitten in unserem Land angekommen ist. Beunruhigt gibt sich auch die Karlsruher Zeitung "Badische Neueste Nachrichten": Wichtiger für das Strafmaß als die Aussagen muss sein, ob bei den jungen Männern so etwas wie Einsicht und Reue vorhanden ist. Schließlich hätten sie, wenn ihr Plan funktioniert hätte, einen der wohl schlimmsten Anschläge in der deutschen Nachkriegsgeschichte mit vielen Toten verübt. Und in dieser Hinsicht gibt es nichts zu vermelden. Die "Braunschweiger Zeitung" warnt derweil vor Unheil für Mallorca-Reisende: Jene, die umgehend und wie selbstverständlich beschwichtigen und abwiegeln, wollen wirtschaftliche Einbrüche verhindern und den Albtraum vermeiden. Gleichzeitig bleibt aber ein Risiko. Es wäre mehr als töricht, darauf zu setzen, dass auch künftig alles gut geht. Niemand kann mit Sicherheit ausschließen, dass die Eta nicht brutaler zuschlägt, . . . niemand kann ausschließen, dass ein Sprengsatz durch eine Panne vor dem Warnanruf detoniert. Dagegen rät der Bremer "Weser-Kurier" zu Realismus - und zu mehr Gelassenheit: Manches von dem, was jetzt zu Mallorca verlautbart wird, wirkt unfreiwillig komisch. Auf der Insel, auf der zur Zeit allein 170 000 deutsche Touristen weilen, möge man "insbesondere Menschenansammlungen meiden". Der deutsche Botschafter setzt noch einen drauf: "Wenn der spanische König auf Mallorca ist, können die Deutschen auch kommen". (. . .) Dabei hat das Auswärtige Amt auf seiner Homepage doch alles in einem einzigen Satz gesagt: "Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge besteht fort." Genau: immer und überall. Es kann einen am "Ballermann" ebenso treffen wie in Belutschistan.