Doppeljob verhöhnt den Wählerauftrag

Ihr Schreiben Doppeljob verhöhnt den Wählerauftrag Zum Artikel „Ein Viertel der Abgeordneten hat einen Nebenjob“ (Ausgabe vom 23. April) Hat ein lediger Bundestagsabgeordneter ohne Kinder heute ein monatliches Salär von rund 5000 Euro netto und ein verheirateter Parlamentarier mit zwei Kindern 6000 Euro netto, so müssen diese Volksvertreter offenbar noch in ihrer Freizeit schweißgebadet schuften, um überleben zu können.

Jeder vierte Abgeordnete muss sich nach einem anstrengenden Tag im Parlament - sicher mit einem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde - quälen, um über die Runden zu kommen. Glaubt man den genannten Zahlen, dann müssten viele noch rund sechs Stunden über ihre politische Arbeit im Einsatz sein. Da stellt sich für mich die Frage, die sicher viele Bürger interessiert: Kann ein Politiker mit einer solchen Doppelbelastung im Parlament und Zivilberuf den Wählerauftrag, den er erhalten hat, noch ehrlich umsetzen? Friedrich Gusenburger,

Mandelbachtal- Ommersheim

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