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Diesel ungerechtfertigt in Schmuddelecke gedrängt

Leserbrief Merkel möchte Diesel-Fahrverbote verhindern : Im Vergleich ist der Diesel sauber

 Möglicherweise scheint unsere Bundeskanzlerin jetzt endlich die Nöte der sich abgezockt fühlenden Dieselfahrer in diesem, unserem Land zu verstehen! Versucht dieser unverschämte Verein der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mit einem Handstreich den arglosen, von der Autoindustrie betrogenen Dieselfahrern erneut Milliardenbeträge für Neufahrzeuge aus den Taschen zu ziehen!

Das ist unseriös, weil man hier die Verhältnismäßigkeit der Obergrenze völlig außer Acht lässt! 45 Mikrogramm NOx ist ein recht geringer Wert. Der Grenzwert am Arbeitsplatz beträgt meines Wissens 950 Mikrogramm NOx, arbeitet meine Frau am Gasherd in der Küche, steigt die NOx-Belastung schon auf 4000 Mikrogramm, im Wohnzimmer, bei offenem Kaminfeuer, sind wir dann schon bei einer Konzentration von 8000 Mikrogramm in der Atemluft! Schauen wir uns noch die Ölheizungen in den Städten an, die Braunkohlekraftwerke, die Kerosinberieselung in der Nähe der Flughäfen und den im Minutentakt dort ankommenden und abhebenden Großraumflugzeugen und – last, but not least – die Ozeanriesen, die über die Weltmeere schippern, dann fühle ich mich als Dieselfahrer in diesem Bereich doch völlig unschuldig. Schön, dass Frau Merkel versucht, die Interessen der Dieselfahrer zu vertreten, die völlig ungerechtfertigt von der DUH in die Schmuddelecke gerückt werden. Umweltschutz macht ja nicht an Grenzen halt.