Die Zeitung "Berlingske Tidende" aus Kopenhagen bewertet den Plan des US-Präsidenten zum Truppenabzug aus dem Irak:

Die Zeitung "Berlingske Tidende" aus Kopenhagen bewertet den Plan des US-Präsidenten zum Truppenabzug aus dem Irak:

Die Zeitung "Berlingske Tidende" aus Kopenhagen bewertet den Plan des US-Präsidenten zum Truppenabzug aus dem Irak:Die harten Realitäten der internationalen Politik haben Barack Obama eingeholt. Sein groß angekündigter Plan zum Rückzug sämtlicher Truppen aus dem Irak innerhalb von 16 Monaten nach Amtsantritt ist nicht einzuhalten. (. .

Die Zeitung "Berlingske Tidende" aus Kopenhagen bewertet den Plan des US-Präsidenten zum Truppenabzug aus dem Irak:Die harten Realitäten der internationalen Politik haben Barack Obama eingeholt. Sein groß angekündigter Plan zum Rückzug sämtlicher Truppen aus dem Irak innerhalb von 16 Monaten nach Amtsantritt ist nicht einzuhalten. (. . .) Man kann Obama nicht zum Vorwurf machen, dass ihm die ungerechten Tagesordnungen dieser Welt mit Gewalt, Terror und blutigen Regimes aufgezwungen werden, die nicht so wollen wie die Demokratien und an friedlicher Zusammenarbeit nicht interessiert sind. Es ist gut, wenn er lernt, dass man sich in der internationalen Politik vorsichtig bewegen muss. Auch die in Zürich erscheinende "NZZ am Sonntag" befasst sich mit Obamas Irak-Politik: Nicht Idealismus, sondern Pragmatismus ist wichtigstes Moment seiner Außenpolitik: Über Demokratisierung im Irak und Menschenrechte in China wird vielleicht später geredet, jetzt gilt, möglichst viele Soldaten aus dem Irak abzuziehen und dann den Terror in Afghanistan zu bekämpfen. Das Wort "Demokratie" kam in Obamas Rede nicht vor. Vielmehr konfrontierte er Bagdad mit unangenehmen Wahrheiten: dass Amerika nicht so lange bleiben könne, bis die Straßen des Irak sicher seien. Und dass die Iraker selbst etwas mit der neuen Freiheit machen müssten. Eigentlich kennt man so viel Pragmatismus eher von Republikanern als von Demokraten, die sonst die Welt stets verbessern wollen. Kritischere Töne schlägt der Wiener "Kurier" an: Worüber Präsident Obama bisher noch kein Wort verlor: Noch viel mehr private, in der irakischen Bevölkerung besonders verhasste US-Militärfirmen werden sich im Irak noch lange goldene Nasen verdienen. Davon, dass amerikanische Uniformierte in absehbarer Zeit aus dem irakischen Straßenbild verschwunden sein werden, kann also keine Rede sein. Auch der "Südkurier" aus Konstanz bleibt zurückhaltend: Der Weg zu einem halbwegs stabilen, friedlichen Staat ist noch weit. Wenn Obama seinen moralischen Kredit in der islamischen Welt nicht verspielen will, darf er keinesfalls hinter die bisherigen Erfolge zurückfallen. Das kettet die USA auch künftig an ein Land, das Vorgänger Bush in eine Demokratie verwandeln wollte und stattdessen ins Chaos stürzte.