Die "Süddeutsche Zeitung" (München) analysiert die Wahl-Niederlage der US-Demokraten:

Die "Süddeutsche Zeitung" (München) analysiert die Wahl-Niederlage der US-Demokraten:

Die "Süddeutsche Zeitung" (München) analysiert die Wahl-Niederlage der US-Demokraten: Deutsche und Franzosen, Portugiesen oder Schweden tun sich unter allen Völkern wahrscheinlich am schwersten, Obamas Probleme wirklich nachzuvollziehen. Nirgendwo sonst auf Erden ist das, was Obamas Programm ausmacht, so selbstverständlich

Die "Süddeutsche Zeitung" (München) analysiert die Wahl-Niederlage der US-Demokraten: Deutsche und Franzosen, Portugiesen oder Schweden tun sich unter allen Völkern wahrscheinlich am schwersten, Obamas Probleme wirklich nachzuvollziehen. Nirgendwo sonst auf Erden ist das, was Obamas Programm ausmacht, so selbstverständlich. Reformen wie eine Krankenversicherung für alle, ein aktiver Staat sowie mehr Umwelt- und Klimaschutz muten ihnen an wie eine nachholende Europäisierung, eine schlichte Normalisierung. Millionen Amerikaner hingegen begreifen diese staatsgetragene Agenda als kühn, ja als revolutionär. Was Obama als Modernisierung verordnet, erleben viele als Systembruch. Und als unamerikanisch."Die Zeit" (Hamburg) fragt im Lichte von Obamas sinkender Zustimmung nach der Rolle von Hoffnungsträgern in der Politik:Soll man also lieber gar nicht hoffen in der Politik, soll man vor Hoffnungsträgern wie Barack Obama warnen und immer nur auf schiere Nüchternheit setzen? Gegenfrage: Wo wäre Deutschland ohne den Hoffnungsträger Willy Brandt, der als Kanzler so schnell verlosch? Wo wären die USA ohne John F. Kennedy, der von einem Wahnsinnigen ermordet wurde, bevor die sogenannte Realität ihn einholen konnte? Nein, dass der Hoffnungsträger Obama abgestraft wurde, spricht nicht gegen ihn, es spricht für erwachsenes, mit Blick auf den bayrischen Adeligen auch für dosiertes Hoffen.Die "Nürnberger Nachrichten" ziehen ein nüchternes Fazit des Integrationsgipfels:Konferenzen wie diese sollen den Dialog zwischen Vertretern der Aufnahmegesellschaft und der Zuwanderer fördern, weil es ja unstrittig ist, dass Integration beide Seiten verpflichtet. Aber wieder einmal lief es eher nach dem Muster: Wir (die Deutschen) machen jetzt mal Angebote und legen dafür Ziel- und Zeitvorgaben fest, und ihr (die Migranten) nehmt sie bitte an.Die "Neue Osnabrücker Zeitung" meint hingegen: Konkreter, ehrlicher und weniger grundsätzlich als zuvor: Diese Eigenschaften kennzeichnen den vierten Integrationsgipfel. Das erste Spitzentreffen nach der von Thilo Sarrazin angestoßenen Debatte um Zuwanderung verlief nach den Aufgeregtheiten der vergangenen Monate erfreulich sachlich.

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