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Die "Neue Westfälische" (Bielefeld) schreibt zur Zukunft der Wehrpflicht:

Die "Neue Westfälische" (Bielefeld) schreibt zur Zukunft der Wehrpflicht:

Die "Neue Westfälische" (Bielefeld) schreibt zur Zukunft der Wehrpflicht: Bevor Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung vom höchsten Gericht gezwungen wird, macht er Korrekturen an der Wehrpflicht lieber freiwillig: Wer kann, muss

Die "Neue Westfälische" (Bielefeld) schreibt zur Zukunft der Wehrpflicht: Bevor Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung vom höchsten Gericht gezwungen wird, macht er Korrekturen an der Wehrpflicht lieber freiwillig: Wer kann, muss. Wenn nur jeder zweite potenziell Wehrpflichtige als tauglich gemustert wird und von diesem Rest nach offiziellen Angaben jeder Fünfte vom Einrücken verschont bleibt, dann stimmt was nicht mit der Wehrgerechtigkeit. Das "Coburger Tageblatt" meint zu diesem Thema: Die Wehrpflicht steht für die Vergangenheit. Die Zukunft erfordert aber den Berufssoldaten. Wehrpflichtige mit immer kürzeren Dienstzeiten werden angesichts der tatsächlichen Herausforderungen bestenfalls zu Praktikanten in Uniform. "Der Tagesspiegel" (Berlin) beschäftigt sich vor dem Nato-Gipfel mit der neuen Afghanistan-Strategie von Barack Obama: Kriegsziel ist nicht mehr der Aufbau einer Demokratie, sondern ein Zustand, in dem Al Qaida keine Terroranschläge mehr planen kann. Das ist eine Abkehr von Bush. Es ist aber auch weniger, als jene Deutsche wollten, die den Bundeswehreinsatz mit dem Aufbau einer Zivilgesellschaft begründeten, in der alle Mädchen die Schule besuchen dürfen. Für sein Ziel ist Obama bereit, Pakistans Souveränität zu missachten. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" geht auf ein anderes Top-Thema vor dem Nato-Gipfel ein:Die Partylaune der Nato trübt nicht nur der Gedanke, immer noch an der Mission in Afghanistan scheitern zu können, auch wenn jetzt Obama das Regiment in Washington führt. (. . .) Unvermittelt ist zum ewigen Thema der Lastenteilung aber auch noch ein Dissens über den zukünftigen Generalsekretär hinzugekommen. Die Türkei hat sich zum Sprachrohr der "Irritation islamischer Länder" (wohlgemerkt: von Nichtmitgliedern) gegen die Kandidatur des dänischen Regierungschefs Rasmussen gemacht, der sich im Streit um die Mohammed-Karikaturen kompromisslos auf die Seite der Pressefreiheit gestellt hatte. Das sollte jenen zu denken geben, die immer noch von der wunderbaren "Brückenfunktion" der Türkei zur restlichen islamischen Welt schwärmen und meinen, diese dürfe auch der Europäischen Union keinesfalls vorenthalten bleiben.