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Die "Frankfurter Allgemeine" äußert sich zur Schuh-Attacke auf George W. Bush:

Die "Frankfurter Allgemeine" äußert sich zur Schuh-Attacke auf George W. Bush:

Die "Frankfurter Allgemeine" äußert sich zur Schuh-Attacke auf George W. Bush: Es gibt viele Arten, einem Menschen seine Verachtung zu zeigen; und sie wechseln mit der Zeit und der Mode. (...) In weniger galanten Tagen fliegen Tomaten oder faule Eier (...). Im Islam gilt der Hund als unreines Tier

Die "Frankfurter Allgemeine" äußert sich zur Schuh-Attacke auf George W. Bush: Es gibt viele Arten, einem Menschen seine Verachtung zu zeigen; und sie wechseln mit der Zeit und der Mode. (...) In weniger galanten Tagen fliegen Tomaten oder faule Eier (...). Im Islam gilt der Hund als unreines Tier. Als solchen bezeichnete der irakische Fernsehjournalist Muntaser al Saidi den amerikanischen Präsidenten, als dieser in Bagdad seinen letzten Auftritt hatte. Und er warf seine beiden Schuhe nach ihm. Damit zeigte er George W. Bush seine allergrößte Verachtung, denn Schuhe werden mit Schmutz in Verbindung gebracht. In den Moscheen muss der Gläubige innerlich wie äußerlich rein sein, weshalb man die Schuhe auszieht und den Betraum ohne sie betritt. Wenn künftig im Irak nur noch Schuhe geworfen werden statt Granaten, könnte man diesem Akt der Verachtung ein Stück Hoffnung abgewinnen.Die "Stuttgarter Zeitung" urteilt über den Anschlag in Passau: Der Kampf gegen den Rechtsextremismus wird in den Köpfen der Menschen entschieden. Er wird dann erfolgreich sein, wenn eine große Mehrheit der Bürger aktiv und dauerhaft für den freiheitlichen Rechtsstaat mit all seinen Mängeln eintritt, statt sich nach einem spektakulären Verbrechen kurzfristig zu erregen und dann wieder in Lethargie zu verfallen. Dieser Kampf wird umso wichtiger, aber auch umso schwieriger werden, je größer die wirtschaftliche Krise wird, in die diese Gesellschaft gerade hineinrutscht. Die "Neue Ruhr Zeitung" aus Essen meint zum selben Thema: Ob das Attentat von Passau von langer Hand geplanter Terror war oder die Bluttat eines Einzelnen, muss sich noch herausstellen. Von den Ermittlungsergebnissen hängt ab, ob wir es mit einer neuen Dimension rechter Gewalt zu tun haben. Wenn die Neonazis nun gezielt Repräsentanten des Staates zu ermorden versuchen, würde der Vergleich zum tödlichen RAF-Terror nahe liegen. Unabhängig davon ist es richtig, ein Verbot der rechtsextremen NPD wieder auf die politische Agenda zu setzen. Denn im Umfeld der NPD mit ihren grotesken Aufmärschen und der gespenstischen Goebbels-Rhetorik gedeiht rechte Gewalt prächtig. Prügelnde Glatzköpfe sind das wahre Gesicht dieser Partei, die ihre Scheinlegalität lediglich nutzt, um von ihren rassistischen und staatsfeindlichen Zielen abzulenken.