Die "Berliner Zeitung" befasst sich mit dem Fall des TV-Wettermoderators Jörg Kachelmann:

Die "Berliner Zeitung" befasst sich mit dem Fall des TV-Wettermoderators Jörg Kachelmann: Jörg Kachelmann ist erledigt. Der 52-Jährige ist frei, aber er kehrt nicht in die Freiheit zurück. Denn die Freiheit, die er bis zu seiner Verhaftung kannte, gibt es nicht mehr, sie ist unwiderruflich zerstört. Die Verantwortung dafür liegt bei der Justiz

Die "Berliner Zeitung" befasst sich mit dem Fall des TV-Wettermoderators Jörg Kachelmann: Jörg Kachelmann ist erledigt. Der 52-Jährige ist frei, aber er kehrt nicht in die Freiheit zurück. Denn die Freiheit, die er bis zu seiner Verhaftung kannte, gibt es nicht mehr, sie ist unwiderruflich zerstört. Die Verantwortung dafür liegt bei der Justiz. Wie auch immer am Ende das Urteil lautet - bis zu seiner Rechtskraft hätte die Unschuldsvermutung gelten müssen. So will es das Grundgesetz, so will es die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Aber so wollten es weder die Staatsanwaltschaft noch das Landgericht Mannheim. Sie wollten Kachelmann.Die "Braunschweiger Zeitung" meint zur Entlassung von TV-Moderator Jörg Kachelmann aus der Untersuchungshaft: Das Fatale ist das Gefühl des Unbehagens, das bleibt, aber nach der gerichtlichen Entscheidung nicht bleiben darf. Es ist ein Zweifel an der Glaubwürdigkeit, der aus der langen U-Haft resultiert. Aber gerade diesem Zweifel darf kein Raum gegeben werden, denn dann hätte Kachelmann eine lebenslange Strafe erhalten: Misstrauen. Es gilt der Rechtssatz: Im Zweifel für den Angeklagten. Und dieser Rechtssatz gilt für jeden.Die "Wetzlarer Neue Zeitung" meint dazu:Niemand weiß, ob Kachelmann Recht hat oder ob er sich schuldig gemacht hat. Und womöglich wird man dies auch nie erfahren. Aber angesichts der dünnen Beweislage hat von Anbeginn dieses Verfahrens an viel dafür gesprochen, dass der TV-Mann am Ende Recht bekommen könnte. Ihn in dieser Situation vier Monate ins Gefängnis zu stecken, stärkt nicht das Vertrauen in eine nach Gerechtigkeit strebende Justiz.Zur Diskussion um eine Verlängerung der Akw-Laufzeiten schreibt das "Handelsblatt":Vieles deutet darauf hin, dass es allenfalls eine Laufzeitverlängerung light geben wird, ergänzt um eine Brennelementesteuer, die die Unternehmen empfindlich treffen wird. Härter kann es für die Unternehmen kaum kommen. Für Schwarz-Gelb ist die Entwicklung ebenfalls desaströs. Denn während die Nutzung der Atomkraft in der Bevölkerung auf sehr große Vorbehalte stößt, misst eine deutliche Mehrheit der Mitglieder von CDU und CSU der Kernkraft zumindest noch für eine Übergangsfrist eine wichtige Rolle bei.

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