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Deutschland muss Diesel-Nachrüstung langzeitstabil umsetzen

Leserbrief Diesel : Nachrüstung muss lange stabil sein

 Wie ist es möglich, dass ein technisch affines Deutschland das Thema Diesel-Nachrüstung nicht voll umfassend technisch und juristisch einer Lösung zuführt? Jedes neue Auto wird in circa zwei Jahren im Sommer und Winter bis zur Serienreife erprobt.

Jetzt werden übereilt ein paar Teile eingebaut und behauptet, die „Hardware-Nachrüstung funktioniert“. Wie langzeitstabil das System im täglichen Gebrauch arbeitet, ist ohne lange Erprobung ungewiss. Schon ein Software-Update ist ohne Langzeiterprobung kritisch zu beurteilen – greift er doch ins zentrale Nervensystem des Motors ein. Bezogen auf das Bundesverkehrsministerium ist festzuhalten, dass dieses hauptsächlich die Einhaltung der Abgaswerte überprüft – die Serienreife wird nicht attestiert. Der wahrscheinliche Mehrverbrauch an Kraftstoff nach Einbau einer Hardware-Nachrüstung wäre noch das kleinste Übel – gravierender wären schon ein völlig verändertes Fahrverhalten oder ein Motorschaden. Der Autoinhaber müsste dann dem Hersteller nachweisen, dass der Schaden ursächlich mit der Nachrüstung zusammenhängt – juristisch und finanziell bestimmt eine schmerzvolle Aufgabe.