Der Vorschlag zeugt von Unkenntnis

Der Vorschlag zeugt von Unkenntnis

Ihr Schreiben Der Vorschlag zeugt von Unkenntnis Zum Artikel „Französisch soll Zweitsprache im Saarland werden“ (22. Januar) Haben Politiker eines Ländchens, das nur wegen der finanziellen Infusionen anderer überlebensfähig ist, nichts Besseres zu tun, als sich zu Hilfswilligen des französischen Sprachchauvinismus zu machen? Der Vorschlag, Französisch zur zweiten Verkehrssprache zu machen (warum nicht gleich zur ersten und einzigen?), zeugt von Unkenntnis unserer geschichtlichen und kulturellen Entwicklung.

Während im Elsass und in Lothringen Deutsch als ursprüngliche Volkssprache um ihr Überleben kämpfen muss, betreiben ignorante saarländische Politiker Sprachseparatismus. Was gewissen Leuten 1955 bei der Saar-Abstimmung nicht gelungen ist, wollen sie heute wohl auf anderem Wege nachholen. Anstatt sich fixen Ideen hinzugeben, wäre es notwendiger, unsere Schulabgänger in die Lage zu versetzen, anständig Deutsch lesen und schreiben zu können.

Hans-Joachim Klein, Heusweiler