1. Nachrichten
  2. Meinung
  3. Standpunkt

Der Rotstift verschont die Jagd-Abteilung

Der Rotstift verschont die Jagd-Abteilung

Haushalt Der Rotstift verschont die Jagd-Abteilung Zum Artikel „Saarland spart: Weniger Lehrer, weniger Polizei“ (Ausgabe vom 10. Juni) Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man brüllen vor Lachen: Unser Land spart an Bildung und Sicherheit beim Personal und leistet sich beim Saarforst eine eigene Abteilung Jagd.

Diese Abteilung beschäftigt sich ausschließlich mit jagdlichen Aktivitäten, die jederzeit von privaten Jägern (für teures Geld und seriöser) ausgeübt werden könnten. Hier könnte man ohne Weiteres durch Senkung der Personalkosten und das Erzielen von zusätzlichen Einahmen (aus der Verpachtung der von Saarforst-Mitarbeiten kostenlos bejagten Wälder) Einsparungen vornehmen und zusätzlichen Pachtzins generieren. Aber sind unsere Politiker selbst bereit, eigene Privilegien zu opfern?

Ernst Hahn, Saarlouis

Forschung

Tierversuche sind häufig unnötig

Zum Artikel "Zahl der Tier versuche im Saarland geht leicht zurück (Ausgabe vom 6. Juni)

Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum weiterhin so viele zum großen Teil unnötige Tierversuche genehmigt werden. Ich habe selbst Tiermedizin studiert und weiß daher, wie unnötig diese Tierversuche im Studium sind. Da werden etwa Versuche zur Darmtätigkeit an Kaninchen gemacht, für die diese Tiere extra getötet werden. Stattdessen könnte man genauso gut frische Därme von Schlachttieren nehmen oder aber den Versuch am Computer simulieren. Über die Wirksamkeit neuer Medikamente ist zu lesen, dass von 23 im Jahr 2010 neu auf den Markt gekommenen Präparaten gerade eines einen nachweisbaren Mehrwert bei der Behandlung von Krankheiten besitzt.

Eva Fell, Saarbrücken