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Das siebte Gebot sollte Richtschnur sein

Das siebte Gebot sollte Richtschnur sein

EhrlichkeitDas siebte Gebot sollte Richtschnur seinZum Artikel "Lehrerin bekommt Gehalt doppelt" (SZ vom 20. Dezember) und zu Leserbriefen Ich bin entsetzt über die Einstellung dieser Lehrerin. Wie kann sie guten Gewissens fast vier Jahre lang zu Unrecht neben ihrer Pension in aller Ruhe noch das Gehalt kassieren

Ehrlichkeit

Das siebte Gebot sollte Richtschnur sein

Zum Artikel "Lehrerin bekommt Gehalt doppelt" (SZ vom 20. Dezember) und zu Leserbriefen

Ich bin entsetzt über die Einstellung dieser Lehrerin. Wie kann sie guten Gewissens fast vier Jahre lang zu Unrecht neben ihrer Pension in aller Ruhe noch das Gehalt kassieren. In meinen Augen ist dies schwerer Betrug und Diebstahl und müsste bestraft werden. Dass sie das zu Unrecht bezogene Geld auch noch behalten will, zeugt von einer maßlosen Skrupellosigkeit ohne Beispiel. Sie wäre verpflichtet gewesen, unverzüglich auf das Versehen hinzuweisen. Sie ist ja nicht das unbedarfte "Lieschen Müller", sondern eine akademisch gebildete Beamtin, der ein solcher Fehler auffallen muss. Sie brauchte sie sich nur des Siebten Gebotes zu erinnern: "Du sollst nicht stehlen." Roland Mollet, Völklingen

Katholiken

Doppelbödigkeit stört moralischen Anspruch

Zum Artikel "Papst klagt über Zerfall der Familie" (22./23. Dezember) und zu anderen Texten

Die katholischen Geistlichen, allen voran Papst Benedikt XVI., hätten uns gerne vorleben dürfen, wie es ist, mit Ehefrau und (bei guten Katholiken) mindestens vier Kindern den Ehe- und Familienalltag harmonisch auf Dauer zu gestalten. Dann wüsste er, wie alltäglich gelebte Beziehung aussieht, warum sich manche Partner scheiden lassen oder oftmals zerrüttete Verhältnisse herrschen. Als "tiefe Unwahrheit" beklage ich die moralische Doppelbödigkeit, bei der Geschiedene und Wiederverheiratete Menschen Zweiter Klasse sind oder Schwule und Lesben immer wieder an den moralischen Pranger gestellt werden. Die Kirchensteuer nimmt man jedoch auch von "Sündern" an.

Dr. Elmar Besch, Saarbrücken