Beten für die Nationalelf

Hält die Schulter von Neuer? Können Khedira und Özil den Glanz vergangener Tage zurückzaubern? Bange Fragen der Fußball-Nation kurz vor Beginn der WM in Brasilien. Doch die Sorgen sind unbegründet.

Denn die Evangelische Kirche in Deutschland hat die größte Gebets-Offensive für unsere Elf gestartet, die es je gab. In über 1200 Kirchengemeinden bieten die Protestanten Public Viewing an. Dort sitzen dann die Christen vor den Leinwänden und senden Stoßgebete gen Himmel. Auch im Saarland bitten acht Gemeinden - die Treuesten der Treuen - ihre Mitglieder zum WM-Gucken. Bei den Katholiken im Bistum Trier dagegen scheint die Fußballbegeisterung seit dem Wegzug von Bischof Marx, der bei der WM 2006 noch Schwarz-Rot-Gold am S-Klasse Mercedes flaggte, erlahmt. Am Abend des ersten deutschen Spiels gegen Portugal lädt das Geistliche Zentrum in Püttlingen zum Seminar "Entspannt durch das Leben". Und an Ronaldo denkt da keiner.