Berliner Notizen: Wenn Olaf will und Angela scherzt

Berliner Notizen : Wenn Olaf will, und Angela scherzt

Angela Merkel ist trotz des Zustands ihrer Koalition noch zu Späßen aufgelegt. Oder gerade deswegen, das weiß man nicht so genau. Als die Kanzlerin am vergangenen Montag die Bauern empfing, meinte sie grinsend, es seien ja auch Vertreter der Koalitionsfraktionen da.

„Man hat sie ein bisschen auseinandergesetzt.“ Sicher ist sicher. Rechts von ihr hocke die SPD, „links von mir die Union. Was das nun wieder bedeutet, weiß ich nicht“, schob Merkel süffisant nach.

Frau Ministerin, übernehmen Sie! In der vergangenen Woche fiel Entwicklungshilfeminister Gerd Müller auf, dass es im Regierungsjet doch tatsächlich keinen fair gehandelten oder produzierten Kaffee gibt. Okay. Dann aber stellte Müller auch noch fest, dass ökoschädliche Alukapseln für das Heißgetränk verwendet werden. Das geht nun gar nicht. Der CSU-Mann will jetzt dringend mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU über den Kaffee sprechen. Bei einem Tässchen Tee vielleicht?

Olaf Scholz hat aber auch wirklich alles getan, um SPD-Chef zu werden. Er hat gelächelt, geredet, sogar gekämpft. Auch als Finanzminister. Nicht nur weil er seinen Staatssekretär auf Twitter wie wild Stimmung für ihn machen ließ. Aus dem Finanzministerium berichtete jetzt ein Insider, dass den Beamten nur noch „OWI-Gesetze“ auf den Tisch geflattert seien – also „Olaf-Will-Das-Gesetze“. Aber nicht alles, was man will, bekommt man auch. Zum Beispiel den SPD-Vorsitz.

Den Playboy kauft man natürlich nur wegen der besonders guten Geschichten. Ist klar. Jedenfalls ließ das Männermagazin jetzt per Umfrage die Männer des Jahres ermitteln. Platz eins von 33 zur Wahl stehenden Persönlichkeiten belegte Fußball-Lehrer Jürgen Klopp. Verständlich. Völlig überraschend landete auf Platz zwei dagegen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Wer hätte das gedacht. Zum nervigsten Gesellen des Jahres wurde AfD-Mann Björn Höcke gekürt. Das wiederum ist keine Überraschung.