Berliner Notizen: Scholz und das Taschengeld

Berliner Notizen : Scholz und das Taschengeld

Bei den Genossen strampeln sie sich derzeit ab. Nicht nur, um Parteichef zu werden. Umweltministerin Svenja Schulze lud jetzt zur klimaneutralen Drahtesel-Tour durch Münster ein.

Dabei verriet die SPD-Frau, mit welchem Parteifreund sie mal eine Runde drehen würde. „Och, mit Olaf Scholz, der hat sich gerade ein total tolles neues Fahrrad gekauft, und ich glaube, das würde richtig Spaß machen“, so Schulze. Rennrad oder Tandem? Ein Tourenrad hat Scholz sich zugelegt. Für die lange Strecke also.

Apropos Olaf Scholz. Der neue Anwärter auf den SPD-Chefsessel traf neulich auf einen Knirps, der ihm folgende Frage stellte: „Mein Taschengeld reicht immer nicht. Wie schaffen Sie es dann, die schwarze Null zu erreichen?“ Großes Gelächter beim Bundesfinanzminister. Dem Jungen lieferte er folgende Antwort: „Es ist schon ganz gut, dass man auf sein Geld ordentlich aufpasst. Und da bemühe ich mich jedenfalls drum.“ Das merken die lieben, aber gerne spendablen Kabinettskollegen immer wieder.

Als Regierungssprecher hat man einen ähnlichen Knochenjob wie als Kanzlerin. Man muss halt auch nächtelang durchhalten, wenn die Chefin in Verhandlungen sitzt. Steffen Seibert wurde jetzt gefragt, ob er sich manchmal wünsche, dass Angela Merkel den Trump mache – also wie der US-Präsident öfter mal ihre Zeit auf dem Golfplatz verbringe. Seibert antwortete goldrichtig: „Das fällt  mir mehr schwer, mir vorzustellen.“ Wo er Recht hat, hat  er Recht.

Jens Spahn hat mal wieder gespürt, dass Gesundheit und Pflege eine „komplexe Veranstaltung“ sind. Neulich konnten Bürger den Gesundheitsminister in der Bundespressekonferenz löchern. Anschließend zog der Gesundheitsminister dieses Fazit: „Es gibt 80 Millionen Gesundheitsminister ähnlich, wie es 80 Millionen Bundestrainer gibt.“ Irgendwie habe jeder eine Erfahrung und eine Idee einzubringen. Die Tore muss Spahn freilich schon selbst schießen.

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