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Beim Diesel geht es um unsere Gesundheit

Leserbrief Diesel-Berichte in der SZ : Gesamtverkehr reduzieren

 Dass Dieselabgase gesundheitsschädlich sind, steht außer Frage, die Gesundheitsgefahr des Stickoxids wird jedoch enorm gesteigert, da es sich mit anderen Abgasen, zum Beispiel dem Abgas der Benzinmotoren, verbindet und zusätzlich noch mit lungengängigem Feinstaub von Brems- und Reifenabrieb kontaminiert und eingeatmet wird.

In den Trockenperioden, wie wir sie hatten, kann man davon ausgehen, dass eine hohe Gesundheitsgefährdung nicht nur im Messbereich von Stickoxid vorhanden war. Ein Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge wird die Gesundheitsgefährdung kaum reduzieren, da man nur die Stickoxide ein wenig verringert. Auch dem Umweltschutz leistet man hierdurch keinen Dienst, denn ein Neufahrzeug hat auf Grund seiner Herstellung und Materialien einen ökologischen Rucksack, für den das Altfahrzeug noch Jahre laufen könnte, und möglich ist auch, dass das Altfahrzeug anderswo weiterläuft. Wenn man die Gesundheit der Menschen in den stark befahrenen Städten schützen möchte, muss man den Gesamtverkehr reduzieren. Das geht am besten, wenn man an einem Tag nur Fahrzeuge mit einer geraden Kennzeichennummer fahren lässt und am nächsten Tag mit ungerader Nummer. Also den öffentlichen Verkehr verstärkt und ihn kostengünstig anbietet. Dass es auch ohne Auto geht, weiß man seit dem Sonntagsfahrverbot, damals ging es nur ums Öl, heute geht’s um unsere Gesundheit.