Begrüßt sei Minister Toscani

Im Saar-Kabinett hat sich überraschend Finanz- und Europaminister Stephan Toscani an die Spitze der diesjährigen Begrüßungs-Hitparade gesetzt, die die SZ-Redaktion führt. War früher Sozialministerin Monika Bachmann oft in bester Begrüßungslaune, ist sie nun auf Rang drei abgesackt. Nicht, dass Toscani in diesem Jahr schon so viel Besuch bekam. Nein, der smarte Minister begrüßte per Pressemitteilung immer nur Gesichtsloses, wie "die Umsetzung der Deutschlandstrategie in Lothringen" oder "die Verabschiedung eines Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie". Sieben Mal begrüßte Toscani ohne Handschlag und Küsschen, ein freudloses Geschäft. Nur Vize-Regierungschefin Anke Rehlinger konnte mal leibhaftige "Experten aus der Gesundheitsbranche" oder aus "Politik, Tourismusbranche und Presse" begrüßen. So viel menschliche Nähe wäre für alle anderen Kabinettsmitglieder begrüßenswert - vor allem für Minister Toscani.