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Auch Kaufkraftverlust bringt eine Kürzung

Auch Kaufkraftverlust bringt eine Kürzung

Renten Auch Kaufkraftverlust bringt eine Kürzung Zum Leserbrief „Gerechtigkeits lücke wird nicht geschlossen“ von Anita Herzog (SZ vom 23. Juni) Die Antwort von Alfred Schön führt auf, dass es in den letzten Jahren keine Rentenkürzungen gegeben habe.

Das ist zwar nominell richtig. Außer den Kürzungen durch höhere Abzüge bleiben aber zwei Aspekte unerwähnt: Das Realeinkommen der Rentnerinnen und Rentner ist seit 2000 um 17 (Westen) oder 23 Prozent (Osten) gesunken. Immer wieder werden gesellschaftliche Aufgaben aus Mitteln der Rentenversicherung finanziert. Aktuelles Beispiel ist die Mütterente. Das Geld der Rentenkassen gehört nicht dem Staat. Wenn in einer wachsenden Wirtschaft Rentner erheblich weniger Kaufkraft haben, ist dies eine Kürzung. Was sonst?

Josef Schömann,

Blieskastel