Kommunisten-Olymp : Im roten Himmel

Selbst die Kom­mu­nis­ten ha­ben ei­nen Him­mel, den man sich aber eher wie ei­nen Olymp vor­stel­len muss. Da gibt es gleich meh­re­re Göt­ter und da­mit lei­der auch Neid und Zwie­tracht. Da­für kann man aber schon zu Leb­zei­ten auf ei­ner Wol­ke Platz neh­men – wie zum Bei­spiel Chi­nas Staats- und Par­tei­chef Xi Jin­ping. Die Par­tei hat ihn jetzt of­fi­zi­ell ne­ben dem Staatsgründer Mao plat­ziert. Mal se­hen, wie die bei­den Her­ren sich ver­tra­gen.

Zum Glück kann man sich im ro­ten Him­mel not­falls ganz gut aus dem Weg ge­hen, es gibt ja nicht mehr so vie­le Kom­mu­nis­ten. Die Zahl der Frauen dort oben ist auch sehr überschaubar, die Weltrevolution war eben lange vor allem eine Sache von Kerlen mit langen Bärten. Schon irre, dass kapitalistische Aufsichtsräte heute in Deutschland eine Frauenquote beachten müssen, das realsozialistische Paradies aber nicht. Wo bleibt da der obligatorische Twitter-Aufschrei?

Frü­her hätte die Wahl-Saarländerin Sa­rah Wa­genk­necht si­cher­lich ei­ne gu­te Kan­di­da­tin für ei­ne linke Him­mel­fahrt abgegeben. Aber der­zeit sieht es ja so aus, als wünsch­ten ih­re Ge­nos­sen sie eher ins Fe­ge­feu­er.