Wer wird der Piepmatz des Jahres? : Vogel wählt mit

Viele Augen richten sich in diesen Tagen auf die US-Wahl, manche sogar schon auf die Bundestagswahl 2021 – aber möglicherweise zu Unrecht. Denn das verstellt den Blick auf eine weitere spektakuläre Wahl: die zum Vogel des Jahres.

Diese wartet nämlich mit einer Neuerung auf: Erstmals darf jeder Interessierte bis 15. Dezember mitwählen! Allerdings fassen der bayerische Landesbund für Vogelschutz und der Naturschutzbund den Begriff „Interessierte“ zu eng. Denn wirklich interessiert wären doch auch die Tiere selbst.

Das Prozedere für den Wettbewerb „Vogel wählt mit“ ist dabei allerdings unklar. Schließlich soll auf einer Internetseite abgestimmt werden, und in der erst unzureichend digitalisierten Tierwelt – obwohl dort doch so viel gezwitschert wird – verfügt verfügt leider noch nicht jeder Vogel über einen Laptop und W-Lan. Und Zugvögel stecken – typisch Zug – oft im Funkloch.

Wenn also analog zur Briefwahl hier nicht die „Piepwahl“ eingeführt wird, werden bestimmt Vorwürfe laut. Das zumindest pfeifen die Spatzen bereits von den Dächern, sie üben lediglich noch an dem Wort „Wahlfälschung“.